Diskussion um Baumschnitt erreicht auch den Steimker Ortschaftsrat / Kraskowski sagt Ja

„Ich verbiete das niemandem“

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Einige beschneiden die Bäume vor ihrer Haustür selbst, andere warten auf die Stadt. Das sorgt derzeit in den Klötzer Ortsteilen für Unruhe. In Steimke gibt es viele sogenannte Kopfbäume, um die sich die Anwohner meist selbst kümmern wollen.

Steimke. „Der Baumschnitt im Ort ist hoffentlich noch nicht abgeschlossen“, meinte der Steimker Ortsbürgermeister Frank Kraskowski. Denn längst nicht alle markierten Bäume seien auch beschnitten worden, berichtete er im Ortschaftsrat.

Wie in vielen Orten der Region, ist es auch in Steimke üblich, dass sich die Anlieger um die Bäume vor ihren Grundstücken kümmern. Dass nun im Kunrauer Ortschaftsrat von Ordnungsamtsleiter Ulf Dittfach erklärt wurde, die Einwohner dürften nicht auf eigene Faust Bäume beschneiden, sondern dass sei ausschließlich der Stadtwirtschaft vorbehalten, hat in den Orten für Unruhe gesorgt. Auch im Steimker Ortschaftsrat fragten die Einwohner am Donnerstag nach. Die Aussagen aus Kunrau kannte Frank Kraskowski nur vom Hörensagen. Er erklärte: „Wer mich anruft und fragt, ob er die Bäume beschneiden kann, da sage ich „Ja, mach“. So wurde bislang verfahren und so werde er auch weiter verfahren. „Ich weiß nichts anderes von der Stadt“, erklärte der Steimker Ortsbürgermeister. Und betonte: „Ich verbiete niemandem, die Bäume zu schneiden. “ Allerdings, so schränkte er ein, müsse sich auch jeder bewusst sein, dass er auf eigene Gefahr handele. Es gebe keine Versicherung, wenn jemand beim Baumschnitt von der Leiter fällt.

„Und wer die Bäume nicht mehr allein pflegen kann?“, wollte eine Einwohnerin wissen. Die Betroffenen könnten sich auf der Homepage der Stadt melden und auf nötigen Baumschnitt hinweisen, nannte Frank Kraskowski eine Möglichkeit. Da er sich aber durchaus bewusst ist, dass es zumeist die Älteren sind, die in diesem Fall betroffen sind und die sich häufig nicht so gut mit dem Internet auskennen, gibt es noch eine zweite Variante: Einfach einen Zettel beim Ortsbürgermeister abgeben, der leitet das Anliegen dann an die Stadt weiter.

Von Monika Schmidt

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