Kurz vor dem Saisonbeginn

Ärger über Hufspuren an der Klötzer Orchideenwiese

Ein großer Holzsteg führt auf eine Wiese an der Klötzer Moorwaldsenke. Dort gibt es eine Orchideenwiese.
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Der Steg zur Orchideenwiese in Klötze hat ein neues Gelände. Ab 20. Mai ist mit der Blüte zu rechnen.
  • Monika Schmidt
    vonMonika Schmidt
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Hufspuren auf dem gesplitteten Fußweg, der durch die Klötzer Moorwaldsenke zur Orchideenwiese führt, ärgern den Klötzer Jürgen Lemke.

Klötze – Eigentlich hatte Jürgen Lemke alles für den Saisonstart an der Orchideenwiese fertig. Vor allem die Reparatur des großen Stegs, der mitten in die Wiese führt, kostete ihn in diesem Frühjahr einiges an Arbeitsstunden. Denn die Holzbohlen des Geländers waren teilweise verfault und mussten ersetzt werden. Dazu gab es kleinere Ausbesserungsarbeiten und Vorbereitungen, damit der Weg von der Moorwaldsenke bis zum Steg am Ende des Orchideenfeldes von den Besuchern gut passiert werden kann. Doch kaum waren die Arbeiten abgeschlossen und Jürgen Lemke freute sich auf den Saisonstart, gab es den nächsten Rückschlag für den Klötzer, der im April 80 Jahre alt geworden ist. „Unfassbar“, ärgert sich der Beauftragte für die Orchideenwiese. Denn mitten auf dem frisch hergerichteten Splittfußweg, der die Besucher durch die schöne Natur bis zum Steg führt, hat er Hufspuren entdeckt. „Da waren Reiter unterwegs“, schimpft Jürgen Lemke. Jeder Reiter sollte wissen, dass das Zerreiten von Wegen im Wald nicht gestattet ist, findet der Klötzer. Zumal es sich bei dem Splittweg zur Orchideenwiese um einen reinen Fußweg handelt, der hergerichtet wurde, damit die Besucher sicheren Schrittes durch den Wald gehen können. Sie müssen nicht befürchten, über Wurzeln zu stolpern. Anhand der Spuren auf der Orchideenwiese vermutet Jürgen Lemke auch, dass die Reiter über die Wiese in der Moorwaldsenke geritten sind. Der Klötzer Naturfreund ist fassungslos, wie sein Einsatz für den Schutz des Breitblättrigen Knabenkrauts – das ist die Orchideensorte, die in der Mehrzahl auf der Orchideenwiese wächst – von den Reitern so ignoriert werden kann.

Blüte ab 20. Mai zu erwarten

Jürgen Lemke war deshalb erneut viele Stunden in dem idyllischen Kleinod im Einsatz, um den Splittweg gemeinsam mit der Klötzer Stadtwirtschaft wieder herzurichten. Die Arbeit ist getan, nun steht dem Saisonstart nur noch das Wetter im Wege. Denn selbst die vergangenen warmen Tage haben noch nicht ausgereicht, um die Orchideen in Gang zu bringen. „Sie sind noch viel zu klein“, hat der Klötzer festgestellt. Er rechnet damit, dass die Orchideenwiese frühestens ab dem 20. Mai ihre Blütenpracht offenbart. Dann sollten sich die Pflanzen von den kalten und nassen Nächten in der Moorwaldsenke im Klötzer Forst soweit erholt haben, dass sie ihre Blütenkelche in die Höhe strecken.

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