Jürgen Lemke sammelt Sichtungen und leitet sie an den NABU weiter

Holzbiene bevölkert die Altmark

Bei seiner zweiten Sichtung gelang dem Klötzer Jürgen Lemke sogar ein Foto von der Holzbiene.
+
Bei seiner zweiten Sichtung gelang dem Klötzer Jürgen Lemke sogar ein Foto von der Holzbiene.

Klötze – Gar nicht so selten wie gedacht ist die Holzbiene auch in der Altmark anzutreffen. Der Klötzer Jürgen Lemke hatte das Insekt in seinem heimischen Garten entdeckt und sich daraufhin beim NABU informiert (AZ berichtete).

Der NABU wiederum bestätigte ihm, dass es sich bei der Holzbiene durchaus um ein Insekt handelt, welches in der hiesigen Region nicht unbedingt heimisch und somit dementsprechend selten anzutreffen ist.

Häufiger als gedacht

Die Holzbiene selbst scheint das aber nicht zu stören. Mehrere Nachrichten von AZ-Lesern beweisen, dass das Insekt nicht nur in der Kernstadt Klötze, sondern auch den umliegenden Ortschaften durchaus häufiger anzutreffen ist. Und auch Jürgen Lemke meldete sich erneut und berichtete: „Jeden Tag mehrmals kann ich sie an Blumen sehen. Zur Zeit befliegt sie am liebsten die Wicken.“ Er hat auch beobachtet, dass ihre Größe durchaus variabel ist, das heißt, von gut drei Zentimetern bis zu fünf Zentimetern Länge ist alles dabei. Und auch Lemke hat Mitteilungen von Bürgern bekommen, unter anderem aus Klötze selbst, Apenburg und Dannefeld. Auch dort wurde die Holzbiene mehrfach gesehen.

Ihn würde jetzt interessieren: Wo wurde die Holzbiene noch gesichtet? „Es ist wichtig, zu wissen, wo in der Altmark bzw. im Altmarkkreis die Holzbiene alles vorkommt“, erklärt Lemke sein Anliegen. „Ich stehe mit dem NABU in Verbindung, die alle Vorkommen auflistet.“

Lemke bittet daher darum, Sichtungen zu melden. Die AZ unterstützt den Naturliebhaber bei seiner Recherche und nimmt unter redaktion.klz@cbeckers.de alle Sichtungen auf und leitet sie dann an Jürgen Lemke weiter.

Bei seiner letzten Sichtung ist es Jürgen Lemke übrigens auch gelungen, ein Foto von dem Insekt zu schießen. Er ist sich aufgrund seiner Entdeckung sicher: „Der Klimawandel ist schon perfekt. Laue Winter und warme Sommer begünstigen die Ausbreitung der Holzbiene.“

Die Holzbiene ist die größte heimische Bienenart. Bislang gingen Experten davon aus, dass sie in Deutschland eher selten und nur in Wärmeinseln anzutreffen ist.

Ihr eigentliches Verbreitungsgebiet liegt in Südeuropa. Aufgrund ihrer besonderen Ansprüche gilt die Holzbiene in Deutschland als gefährdet.

Allerdings konnte sie sich nach dem Sommer 2003 wieder weiter in Deutschland ausbreiten. Ein großes Problem der Holzbiene ist der Wegfall geeigneter Lebensräume, da immer öfter tote Bäume dem Ordnungssinn des Menschen zum Opfer fallen.

VON BIRGIT STEPHANI

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare