Veranstalter Heimatverein hat sich aufgelöst / Bibliothek sucht nach Alternative

Hofkonzerte mit allen Mitteln erhalten

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Ob im Innenhof der Bibliothek oder bei schlechtem Wetter im Erdgeschoss der Einrichtung: Die Hofkonzerte mit Kaffee und Kuchen erfreuen sich großer Beliebtheit. Sie sollen möglichst auch nach Auflösung des Heimatvereins weitergeführt werden.

Klötze. Nicht nur durch das Ausleihen von Medien, sondern vor allem auch als kultureller Veranstaltungsort hat sich die Klötzer Stadt- und Kreisbibliothek einen Namen gemacht.

Bewährt hat es sich, so blickt Bibliotheksleiterin Iris Wienecke zurück, dass beim jüngsten Umbau Regale mit Rollen angeschafft wurden. Diese können im Erdgeschoss zusammengeschoben werden, so dass Lesungen und Konzerte dort stattfinden können. Das ist auch für viele ältere Besucher eine Erleichterung, die die steile Treppe ins Obergeschoss nur schwer bewältigen können. „Etwas Besseres hätte uns gar nicht passieren können“, freut sich Iris Wienecke.

Entsprechend ist der Zuspruch zu den Veranstaltungen in den vergangenen Jahren stetig angestiegen. „Auch 2015 hatten wir wieder sehr gut besuchte Veranstaltungen“, bilanziert die Bibliotheksleiterin. Die Lesungen mit Altmarkbezug von Krimiautorin Heike Schroll und dem früheren Klötzer Holger Böwing fallen ihr dabei als Erstes ein. Aber auch die Hofkonzerte, die bislang zweimal im Jahr stattfanden, haben ein festes Publikum gefunden. „Die Besucher freuen sich stets darauf, bei Kaffee und Kuchen einen gemütlichen Nachmittag entweder im Innenhof oder auch hier im Erdgeschoss der Bibliothek zu verbringen“, betont Iris Wienecke. Es sind die Veranstaltungen mit den höchsten Besucherzahlen in der Bibliothek.

Die Bibliotheksleiterin möchte deshalb alles daransetzen, die Hofkonzerte auch in diesem Jahr fortzusetzen. Allerdings gibt es ein Problem, da sich der Klötzer Heimatverein, der bislang als Veranstalter auftrat und auch die Gema-Gebühren übernommen hat, aufgelöst hat. Wie die Konzerte in Zukunft finanziert werden können, ist noch nicht geklärt. „Wir suchen noch nach einer Lösung“, erklärt Iris Wienecke. Dass das Interesse an dem kulturellen Angebot aber weiterhin ungebrochen ist, hat die Bibliotheksleiterin schon zu spüren bekommen. „Es gab schon Angebote von Besuchern, die sich bereit erklärt haben, das Kuchenbacken, das bislang vom Heimatverein gemacht wurde, zu übernehmen.“ Auch Musikgruppen, die beim Hofkonzert auftreten möchten, haben sich schon bei Iris Wienecke gemeldet. Deshalb ist sie zuversichtlich, die Tradition auch in diesem Jahr fortsetzen zu können. Daneben soll es auch 2016 auf jeden Fall wieder Lesungen zu interessanten Themen in der Stadt- und Kreisbibliothek geben.

Von Monika Schmidt

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