Grundhafter Ausbau der Landesstraße 23 zumindest innerorts wird vom Land geprüft

Hoffnung für die Ortsdurchfahrten

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Die Anwohner sind genervt von der L 23 – in Neuferchau klappern die Gullideckel, Löcher und Bodenwellen zieren die Straße in Jahrstedt und in Kunrau wackeln die Wände, wenn schwere Lkw über die schlecht geflickte Straße donnern.

Klötze. Die Klagen häufen sich: Anwohner, Ortsbürgermeister, Ortschaftsratsmitglieder – jeder, der entlang der Landesstraße 23 von Kusey bis Böckwitz wohnt, kennt die Problematik: Die Landesstraße ist in einem schlechten Zustand, weist Löcher und Unebenheiten auf.

In Jahrstedt werden im Kurvenbereich die Gossensteine von den schweren Fahrzeugen an die Seite gedrückt, in Neuferchau klappern die Gullideckel, in Kunrau wackeln sogar die Wände. Die Lärmbelästigung durch die Lkw, die ab 3 Uhr nachts durch die Orte donnern, reißt die Anwohner aus dem Schlaf. Inzwischen zeigen sich auch schon erste Risse in den Häusern, die der Dauerbelastung nicht länger standhalten können.

Doch es scheint Bewegung in das Thema, das seit gut fünf Jahren nahezu bei jeder Ortschaftsratssitzung in der Region angesprochen wird, zu kommen.

Die Verwaltung in Klötze hat sich eingeschaltet. „Es wird geprüft, ob ein grundhafter Ausbau der Ortsdurchfahrten entlang der L 23 möglich ist“, informierte Bürgermeister Matthias Mann auf AZ-Anfrage.

So hatte er in der vergangenen Woche nicht nur Landrat Michael Ziche im Klötzer Rathaus zu Gast, sondern auch Vertreter der Landesstraßenbaubehörde, die für die Unterhaltung und Reparatur der Landesstraßen zuständig ist. Vorherrschendes Thema der Beratung war zwar die Planung für den Neubau der Flötgrabenbrücke zwischen Trippigleben und Wenze mit der damit verbundenen Umleitung. Aber Matthias Mann nutzte die Gelegenheit auch, die L 23 anzusprechen. „Wenn im nächsten Jahr die Brücke an der L 22 zwischen Buchhorst und Wassensdorf ausgebaut wird, rückt die L 23 als Umleitungsstrecke wieder stärker in den Fokus“, erklärte Matthias Mann. Ziel müsse es sein, „die L 23 zu stabilisieren, um die L 22 dauerhaft zu entlasten.“ Und dafür sei es unablässlich, den Unterbau der Straße so zu gestalten, dass er der Belastung durch Lkw besser stand hält. „Die Landesbaubehörde hat zugesichert, dass sie da dran ist“, berichtete der Klötzer Bürgermeister. Eventuell sei es auch möglich, Teilabschnitte der Straße mit einer Oberflächenbehandlung so zu gestalten, dass die Lärmbelästigung für die Anlieger reduziert wird. Das Land prüft derzeit noch verschiedene Möglichkeiten, auch eine Zeitschiene für die Vorhaben gibt es noch nicht.

Von Monika Schmidt

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