Spenden aus Deutschland werden in Rumänien dringend benötigt / Helferteam zog Bilanz

Hilfstransport ist gut angekommen

Edith Bartel berichtete den Rumänienhelfern bei ihrem Treffen am Mittwochabend in Klötze von ihrem Besuch in Rumänien und verlas den Dankesbrief der Dolmetscherin. Foto: Schmidt

Klötze. „Alles gut angekommen!“ Das ist die wichtigste Nachricht, die das Team der Rumänienhilfe Zvoristea am Mittwochabend in der evangelischen Familienbildungsstätte bekannt geben konnte.

Manfred Roth aus Brunau informierte, dass der Transport, der vor 14 Tagen in Letzlingen und Kunrau bestückt worden war, gut im Hilfsgebiet angekommen ist. „Es hat alles gut geklappt, vom Verladen bis zur Ankunft“, fasste er zusammen. Der Dank der Rumänienhelfer galt noch einmal der Stadt Gardelegen, die den Einsatz von Gemeindearbeitern beim Beladen in Letzlingen genehmigt hatte. „Der Lkw war schon am Sonnabend zum Entladen in Zvoristea, der Fahrer war sehr flott unterwegs“, schätzte Manfred Roth ein.

Die Spendenbereitschaft war in diesem Jahr sehr groß. „So ist bei weitem nicht alles weggegangen“, schätzten die Rumänienhelfer ein. Sie hatten vor allem darauf geachtet, den Transporter mit den Lebensmittelspenden und warmer Kleidung für den Winter zu bestücken. Aber auch Möbel für das Haus, das der Hilfsverein „Hilfe zur Selbsthilfe“ gekauft hatte, waren mit an Bord. Edith Bartel aus Letzlingen hatte sich mit ihrem Mann Herbert vor Ort selbst ein Bild gemacht, wie dringend das Haus benötigt wurde, wie es hergerichtet wurde und wie es weiter genutzt werden kann. Sie berichtete den Rumänienhelfer am Mittwochabend beim Treffen in Klötze davon. Eine Frau mit acht Kindern stand vor dem Nichts. Weil der erste Mann gestorben und der zweite nicht gut zu den Kindern war, schmiss sie ihn raus und zog zu ihrer Mutter. Zehn Personen lebten dort in einem Raum. Die befreundeten Rumänienhelfer aus Gommern waren auf den Fall aufmerksam geworden und beratschlagten gemeinsam mit den Helfern aus der Altmark, was zu tun sei. Für insgesamt 2000 Euro konnte der Hilfe-Verein ein Haus kaufen. Die Familie wohnt dort nun zur Miete. „Das ist eine herzensgute Frau, die auf mich einen tollen Eindruck gemacht hatte“, schwärmte Edith Bartel. Vor allem, weil sie sich liebevoll um ihre Kinder kümmert und ihnen abends eine warme Mahlzeit zubereitet. „Das ist nicht üblich“, erklärte die Letzlingerin. Edith Bartel ist sicher: „Die Frau kommt wieder auf die Beine.“ Dann könnte das Haus, das notariell dem Verein gehört, von anderen Rumänen in Not vorübergehend als Unterkunft genutzt werden.

Edith Bartel verlas einen Dankesbrief, den Dolmetscherin Ingeborg an die Rumänienhelfer in der Altmark geschrieben hat. Darin bedankt sie sich für die Spenden und betont, wie dringend sie benötigt werden. „Die Situation in Rumänien ist in jüngster Zeit noch schlechter geworden“, schreibt die Dolmetscherin. Die Hilfsgüter aus Deutschland werden längst nicht mehr nur in den acht Patendörfern der Rumänienhilfe rund um Buda verteilt. Auch in anderen Orten werden die Güter dringend benötigt. Der rumänische Hilfsverein kümmert sich darum, dass die Verteilung der Sachen klappt.

Die Spendenbereitschaft ist damit noch nicht beendet. Gerade in dieser Woche holten Bartels aus Letzlingen und Badel 150 Beutel mit Süßigkeiten für die Kinder in Rumänien ab. Sie hoffen, dass die fünf großen Bananenkisten noch vor Weihnachten von einem der Söhne des rumänischen Freundes Georghe mitgenommen werden können. Wenn Platz ist, gehen auch noch Pakete aus der Aktion Weihnachten im Schuhkarton mit.

Von Monika Schmidt

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