Klötzer Ortsteil gewinnt ersten Preis beim Dorfwettbewerb und qualifiziert sich für Bundesausscheid 2019 in Berlin

„Heja, heja – Quarnebeck ist dicke da“

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Rund 40 „Schlachtenbummler“ aus der Altmark waren mit zur Abschlussveranstaltung des Landeswettbewerbs „Unser Dorf hat Zukunft“ nach Burg gereist. Sie mussten bei der Siegerehrung lange warten, denn Quarnebeck holte den Sieg.

Burg / Altmark. „Heja, heja – Quarnebeck ist dicke da!“, schallte es am Sonntag über das Landesgartenschaugelände in Burg.

Quarnebeck holte im Landeswettbewerb die goldene und Eichstedt die silberne Plakette.

Rund 40 angereiste „Schlachtenbummler“ sorgten bei der Abschlussveranstaltung zum Landeswettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ für Stimmung. Die Siegerehrung gestaltete sich für sie zur Geduldprobe, denn die Altmärker mussten am längsten auf die Bekanntgabe ihres Ergebnisses warten. Aus gutem Grund: Quarnebeck und der Ort Schlebenroda im Burgenlandkreis gingen als Sieger aus dem Wettbewerb hervor.

Beide wurden von Agrar- und Umweltministerin Claudia Dalbert (Bündnis 90/Grüne) geehrt. Neben Urkunde und edlem Siegerschild überreichte sie einen Sack Blumensamen, der das Dorf weiter zum Erblühen bringen soll. „Es ist ein tolles Gefühl, den Sieg in die Stadt Klötze getragen zu haben“, zeigte sich Ortsbürgermeister Marco Wille gegenüber der Altmark-Zeitung begeistert. Der Erfolg werfe nicht nur ein positives Licht auf Quarnebeck, Trippigleben und Wenze, sondern auf die gesamte Einheitsgemeinde Klötze. Deren Bürgermeister Uwe Bartels sieht das genauso. Das Stadtoberhaupt war mit nach Burg gereist, um kräftig die Daumen zu drücken und in den Fanchor einzustimmen.

„Die teilnehmenden Dörfer haben alle gewonnen“

Quarnebecks Ortsbürgermeister Marco Wille.

In der Laudatio würdigte die Ministerin das Engagement der Quarnebecker, die die Juroren mit ihrem Engagement für ein lebendiges Dorf begeisterten. Die Sieger im Landeswettbewerb qualifizierten sich für den Bundesausscheid im kommenden Jahr in Berlin. Er steht unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten. Der zweite altmärkische Teilnehmer am Landeswettbewerb, Eichstedt (Landkreis Stendal), wurde mit einer silbernen Plakette geehrt.

„Die teilnehmenden Dörfer haben alle gewonnen. Egal, ob mit Silber oder Gold ausgezeichnet: Jede Dorfgemeinschaft hat mit ihren Ideen und ihrer Tatkraft ganz konkrete Projekte für die Dorfgemeinschaft umgesetzt“, sagte Dalbert. Der Wettbewerb habe gezeigt, dass es viele Gemeinden gibt, die lebenswert sind und funktionieren. Angesichts der Wettbewerbsergebnisse könne sie mit Stolz sagen: „Unsere Dörfer haben Zukunft“, so die Ministerin. Und: „Wenn unser Dorf Zukunft hat, hat auch unser Land Zukunft.“

Gladigau, Tylsen und Jübar punkteten bereits auf Bundesebene

Die „Heiße Ecke“ in Quarnebeck ist ein Treffpunkt, an dem Engagement gezeigt und Verantwortung übernommen wird, hieß es in der Würdigung der bürgerschaftlichen Aktivitäten.

Im Juni dieses Jahres bereiste die eingesetzte Landesbewertungskommission 13 Orte, die sich als Sieger des vorjährigen Wettbewerbs auf Kreisebene mit insgesamt 94 teilnehmenden Dörfern für den Landeswettbewerb 2018 qualifiziert hatten. Dabei präsentierten die Gemeinden ihre Vorhaben, das Dorfgemeinschaftsleben zu verbessern und eigene Potenziale für die ländliche Entwicklung zu nutzen. Aus elf Landkreisen wurden außerdem Brachwitz, Hohenwarsleben, Reichhardtswerben, Wilsleben, Riestedt, Hessen, Plossig, Reesen, Schortewitz und Schachdorf Ströbeck ausgezeichnet.

Den Wettbewerb, ursprünglich „Unser Dorf soll schöner werden“, gibt es in Sachsen-Anhalt seit 1991. Neben Gladigau (Gold) waren aus der Altmark Tylsen (2013) sowie Jübar (2007 und 2001) mit je einer Bronze-Platzierung auf Bundesebene erfolgreich. Am bundesweiten Wettbewerb können Dorfgemeinschaften und Gemeindevertretungen in Orten und Ortsteilen bis 3000 Einwohner teilnehmen.

Von Christian Wohlt

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