Weihnachtswochenende 2013: Zwölf Stunden Programm am Tag geplant

Nur mit dem Heimatverein

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Auf der Flurkarte zeigte Kay Knittel, wie das Weihnachtsdorf rund um den Altmarksaal entlang der Breiten Straße bis zur Eisdiele aufgebaut werden soll. Der erste Advent soll in Klötze zum großen Weihnachtswochenende werden, mit viel Programm und Brimborium. Von morgens an bis in den Abend soll auf der Bühne im Altmarksaal ein Kulturprogramm auf die Beine gestellt werden. Dazu sind viele Mitwirkende nötig, die bis April gewonnen werden sollen.

Klötze. Die Pläne sind groß. Zum „großen Weihnachtswochenende am ersten Advent“ soll in diesem Jahr erstmals in Klötze eingeladen werden. „Das ist auch ein großer logistischer Aufwand“, erklärte Kay Knittel.

Der Leiter der Klötzer Theatergruppe hatte gemeinsam mit dem Karnevalsverein und der Saalpächterin Erika Kamieth vor eineinhalb Jahren die Idee zu diesem Event. Weil eine lange Vorbereitungszeit nötig ist, gab es am Mittwochabend ein erstes Treffen potenzieller Mitwirkender. Die Kindertagesstätten aus Klötze, die Grundschule, der Schützenverein und verschiedene Händler wollen sich einbringen. „Wir wollen nicht einfach nur Buden hinstellen und Musik spielen, sondern ein richtiges Weihnachtsdorf auf die Beine stellen“, kündigte Kay Knittel an. Das Gelände rund um den Altmarksaal soll genutzt werden, eine Erweiterung der Weihnachtsmeile bis zur Bibliothek und Eisdiele ist vorgesehen. Im Foyer des Altmarksaals können sich die Vereine aus der Stadt präsentieren, auf der Bühne soll am 30. November und 1. Dezember jeweils ab 10 Uhr Programm sein. „Wir haben viel Zeit für kulturelle Darbietungen, zehn bis zwölf Stunden pro Tag“, kündigte Kay Knittel an. Diese Zeit könne nur gefüllt werden, wenn es viele Mitstreiter gibt. Die Theatergruppe plant Sketche und einige kürzere Stücke, am Sonntag ist ein großes Weihnachtskonzert mit Chören, Orchester und Kleinkunst in Planung. Auch die Kita-Gruppen und Schulklassen sollen sich einbringen.

An beiden Tagen soll der Weihnachtsmann mit großem Brimborium empfangen, auf einem Thron im Saal platziert werden und dort Audienz für die Kinder halten. Wichtig bei allen Angeboten, ob Kulturbeitrag oder Stand, ist den Organisatoren eines: „Es soll richtig weihnachtlich sein“, erklärte Kay Knittel. Das Weihnachtswochenende am ersten Advent soll fester Bestandteil des Veranstaltungskalenders in der Stadt sein. „Wir wollten auch den Heimatverein mit dabei haben, aber bislang gab es noch keine Resonanz“, bedauerte der Leiter der Theatergruppe. „Der Heimatverein muss aber auf jeden Fall mit ins Boot geholt werden“, wünschte sich Erika Kamieth. Es solle dringend das Gespräch mit dem Vorsitzenden Ulrich Koppe gesucht werden. Schließlich sei das Weihnachtswochenende nicht als Gegenveranstaltung zum Weihnachtsmarkt des Heimatvereins geplant.

Im AZ-Gespräch signalisierte Vorsitzender Ulrich Koppe zumindest Gesprächsbereitschaft. „Ich lasse das alles auf mich zukommen“, wollte er eine Entscheidung seines Vorstandes abwarten, aber nicht grundsätzlich eine Beteiligung des Heimatvereins ablehnen. Die Terminverschiebung vom zweiten auf den ersten Advent wäre für den Heimatverein kein Problem, er würde aber mit seinem bekannten Standangebot in der Bibliothek bleiben wollen.

„Ich finde es toll, wenn sich jemand aus Klötze vor den Karren spannt und das organisiert“, lobte Ortsbürgermeister Hans-Jürgen Schmidt die Initiative. Er riet den Organisatoren, schnellstens einen Antrag an den Ortschaftsrat und die Stadt zu stellen, um eine finanzielle Unterstützung zu bekommen. Seine Anregung, das Dorf bis zum Schulplatz zu erweitern, wurde zunächst abwartend aufgenommen. „Wir sollten erstmal klein anfangen, aber dafür gut“, appellierte Erika Kamieth.

Bis 1. April können sich interessierte Mitstreiter für Stände und Programm voranmelden.

Von Monika Schmidt

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