Engagierte Steimker haben mit Stadtunterstützung eigenes Domizil geschaffen

Die Heimatstube ist fertig

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Achim Willmann, Erhard Bratke und Hermann Buchmüller (v. l.) in den gerade fertig gewordenen Räumen der Steimker Heimatstube. Die frühere Gastwirtswohnung wurde mit Unterstützung der Stadt und viel Eigenleistung zur Heimatstube umgebaut.

Steimke. Die Steimker Heimatstube ist fertig. „Das wollten wir als Erstes dem Bürgermeister zeigen“, erklärte Initiator Hermann Buchmüller. Deshalb hatte er gemeinsam mit Achim Willmann und Erhard Bratke Uwe Bartels zu einem Besichtigungstermin eingeladen.

Als Dank für die Unterstützung der Stadt und des Bürgermeisters für das Steimker Vorhaben. „Ich bin gespannt, was er sagt“, so Hermann Buchmüller. Denn die ursprüngliche Wohnung neben der Gaststätte, die der Heimatverein für sein Vorhaben zur Verfügung gestellt bekommen hat, hat sich sehr verändert.

Für den Steimker Ortschronisten schließt sich mit der Wahl des Raumes für die Heimatstube ein Kreis. „Ich bin früher genau in diesem Raum zur Schule gegangen“, erklärt er, warum ihm so viel daran lag, ausgerechnet diese Räumlichkeiten für die Heimatstube zu bekommen. Ursprünglich war der Raum die Schlafstube des Gastwirtes. Weil es im Schulgebäude, dem heutigen Kindergarten, aber zu voll war, wurden Klassen ausgelagert. Die siebte und achte Klasse, bis zum Ende der Schulzeit in Steimke, absolvierte Hermann Buchmüller in der heutigen Heimatstube. „Ich bin hier ausgeschult worden und kehre nun als Rentner hierher zurück“, freut er sich über den geschlossenen Kreis.

Viel Arbeit war nötig, um die Zwei-Raum-Wohnung umzugestalten. Im kleinen Flur ist an den Wänden Platz für ein Stück Steimker Geschichte. Dort sollen sich die Vereine präsentieren können. Auch in der eigentlichen Heimatstube soll an den Wänden die Historie des Ortes dokumentiert werden.

Hermann Buchmüller hat dafür schon einen Plan gemacht, für welches Thema wie viel Platz zur Verfügung gestellt werden kann. Jedes Vereinsmitglied, bislang sind es sieben, hat eine Aufgabe bekommen, einen Bereich zu gestalten. Beim Umbau haben vor allem Achim Willmann und Marvin Dankert viel geholfen, die die Wände malerten. Weil aus zwei Zimmern wieder eins gemacht werden musste, musste ein Wanddurchbruch erfolgen und auch der Fußboden anschließend ausgeglichen und begradigt werden. Aufgaben, die die Stadt übernahm, bedanken sich die Steimker Heimatfreunde. Tische, Stühle und anderes für die Erstausstattung konnte der Verein gebraucht übernehmen, für das wichtigste Stück, einen Tresor, gab es finanzielle Unterstützung aus dem Leader-Programm.

„Wir sind sehr glücklich, dass wir nun etwas Vernünftiges haben. Das ist die Voraussetzung, um eine vernünftige Arbeit machen zu können“, sind sich die Steimker Heimatfreunde einig. Nach Pfingsten, wenn Feuerwehrfest und Feiertagstraditionen überstanden sind, wollen die Heimatfreunde ihre Räumlichkeiten auch den Steimker Einwohnern vorstellen.

Zwar sind die Vitrinen noch leer, aber ein Ausstellungsstück können die Steimker schon präsentieren: den Tambourstab des Steimker Spielmannszuges. „Der jetzige Spielmannszug traut sich nicht mehr, den mitzunehmen, weil er auseinanderbrechen könnte“, zeigt Buchmüller, dass der Zahn der Zeit an dem Stab genagt hat. Solche historischen Stücke aus der Dorfgeschichte sollen künftig in der Heimatstube gezeigt werden. „Wir sind kein Museum“, betonen die Heimatfreunde. Deshalb sollen keine allgemeinen Dinge von früher ausgestellt werden, sondern Stücke wie der Tambourstab von Adolf Zerneke, die einen Bezug zum Dorf haben.

Von Monika Schmidt

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