Wegen explodierender Mehrkosten muss Stadt Maßnahme überdenken

Klötze: Hegefeldhalle liegt auf Eis

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Die Sanierung der Sporthalle am Hegefeld liegt erst einmal auf Eis: Die Mehrkosten sind dermaßen in die Höhe geschossen, dass die Stadt weitere Fördermittel für das Vorhaben beantragt hat.

Klötze – Der Baubeginn für die Sanierung der Klötzer Hegefeldhalle zögert sich weiter hinaus. Nach der ersten Ankündigung, dass ab September gebaut werden sollte, hatte die Stadt den Termin auf Dezember verschoben. Nun steht fest: In diesem Jahr wird es nichts mehr.

Das bestätigte Bürgermeister Uwe Bartels gestern auf AZ-Anfrage.

Er hofft auf einen Baubeginn im Frühjahr. Doch auch das scheint nicht unbedingt ein realistischer Termin zu sein. Gestoppt wurde das Projekt aus zwei Gründen: Zum einen sind die Baukosten explosiv angestiegen, zum anderen müssen auch bei der Sporthallensanierung teure Brandschutzanlagen nachgerüstet werden. „Die Planungen sind beendet, die Ausschreibungen sind in Gange“, teilte Uwe Bartels mit. Dennoch läuft in Sachen Schul- und Vereinssport erst einmal alles weiter wie bisher.

Entsprechend dem Haushaltsplan der Stadt von 2019 waren bislang für die Sanierung der Hegefeldhalle insgesamt 1,59 Millionen Euro eingeplant. Es liegt bereits ein Fördermittelbewilligungsbescheid über 660.000 Euro aus dem Stadtumbau Ost vor. Der Eigenanteil der Baumaßnahme sollte 2020 über einen Kredit finanziert werden. Nach Informationen der Altmark-Zeitung sind laut aktueller Kostenschätzung Mehrkosten für das Bauvorhaben von etwa 680.000 Euro zu erwarten. Die Mehrkosten liegen damit höher als die Summe der bewilligten Fördermittel insgesamt und treiben die gesamten Baukosten für die Hegefeldhalle auf eine Summe von 2,27 Millionen Euro. Das ist, zumal die Eigenmittel nur über einen Kredit zur Verfügung stehen, viel zu teuer. „Das Vorhaben muss abgespeckt werden“, teilte Bürgermeister Uwe Bartels im AZ-Gespräch mit. Außerdem versuch die Verwaltung zurzeit, einen Nachschlag an Fördermitteln zu bekommen, um die Mehrkosten besser abfedern zu können. Bis darüber eine Entscheidung gefallen ist, müsste mit den weiteren Schritten gewartet werden. „Die Kosten explodieren und die Vorschriften sind extrem gestiegen“, fasste der Bürgermeister die Probleme beim Projekt Hegefeldhalle zusammen.

Dennoch möchte Uwe Bartels nach Möglichkeit weiter den kompletten Innenbereich der Sporthalle sanieren und die Halle im Innern entkernen. Ob dies möglich ist, sollte ein eigens angefertigtes Statikgutachten klären.

Dringend erforderlich ist ein neues Raumkonzept für die Sporthalle, so Bartels. Dies ist bereits mit den Nutzern, also Schulen und Sportvereinen, abgestimmt worden. Wichtig ist es nach Ansicht des Klötzer Bürgermeisters, dass es vor allem in Sanitärbereich Veränderungen gibt. „Die müssen an die Außenwände verlegt werden“, erklärt der Baufachmann. Derzeit befinden sich die Duschen zwischen den Umkleideräumen und der Halle an Innenwänden ohne Fenster. Das führt immer wieder zu Feuchtigkeitsproblemen und soll im Zuge der Umgestaltung abgestellt werden.

VON MONIKA SCHMIDT

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