Umrüstung der Straßenbeleuchtung auf LED läuft an / Keine einheitlichen Schaltzeiten

Hauptsache, es wird gespart

+
Hell und dennoch sparsam: In zahlreichen Orten der Region, wie hier an der B 188 in Solpke, ist die Straßenbeleuchtung bereits auf LED umgestellt. In der Einheitsgemeinde Klötze soll damit in diesem Jahr begonnen werden.

Klötze. Beim Stichwort Straßenbeleuchtung gehen die Meinungen auseinander. Bei der jüngsten Stadtratssitzung hakte Jürgen Barth (SPD) nach, wie weit die Verwaltung denn mit der Umstellung der Beleuchtung auf LED-Leuchten ist.

Schließlich habe sich der Stadtrat schon 2016 mit dem Thema beschäftigt und sich vom Energieversorger über die Möglichkeiten der energiesparenden Umrüstung informieren lassen. „Wie weit hat die Verwaltung das weiterverfolgt?“, wollte der Lockstedter wissen.

Bürgermeister Uwe Bartels antwortete ihm, dass im vom Stadtrat beschlossenen Haushalt für 2018 eine Summe von 25.000 Euro für die Umrüstung vorgesehen ist. Und auch in den kommenden Jahren soll diese Summe zur Verfügung gestellt werden, wenn sich das System bewährt. Denn nach und nach sollen mit dem Geld in den Ortsteilen die Leuchtkörper ausgewechselt werden. Neue Straßenlaternen sieht Uwe Bartels nicht unbedingt als notwendig an, es sei seiner Ansicht nach ausreichend, die Leuchtkörper zu tauschen. Im Vorfeld der LED-Umstellung möchte sich die Verwaltung mit den Nachbarn aus der Verbandsgemeinde Beetzendorf-Diesdorf in Verbindung setzen, die die Umstellung schon auf den Weg gebracht hat. Von den Erfahrungen wollen die Klötzer profitieren. Unklar ist noch, wie weit die 25.000 Euro reichen. Uwe Bartels schlägt vor, zunächst in den kleineren Ortsteilen anzufangen und so den kompletten Ort mit der Summe fertig zu bekommen, statt nur einzelne Lampen umzurüsten.

Jürgen Barth beschäftigte jedoch auch noch ein zweiter Punkt zum Thema. Ihm ist aufgefallen, dass die Schaltzeiten in den Ortsteilen recht unterschiedlich sind. Manche Orte sind die ganze Nacht hindurch hell erleuchtet, in anderen ist es schon am frühen Abend zappenduster. „Gibt es in der Stadt ein Konzept für die Schaltzeiten in den Ortsteilen oder macht das jeder Ort selbst?“, fragte Jürgen Barth im Stadtrat nach. Eine einheitliche Regelung müsste doch möglich sein, so der Vorschlag des SPD-Abgeordneten.

Das sei eine Entscheidung, die der Stadtrat treffen müsse, erwiderte Bürgermeister Uwe Bartels. Derzeit werde noch in jedem Ortsteil selbst die Schaltzeit festgelegt. Sollte es eine Vereinheitlichung geben sollen, so machte Uwe Bartels den Stadträten deutlich, müsse es dafür einen Stadtratsbeschluss geben. Und dafür müsse das Thema von einer der Fraktionen auf die Tagesordnung eingebracht werden, stellte der Bürgermeister klar. Von ihm werde es in dieser Hinsicht keine Initiativen geben, erklärte Uwe Bartels im AZ-Gespräch.

Bartels selbst ist ein strikter Verfechter von Sparsamkeit bei der Straßenbeleuchtung. So hatte er sich schon als Ortsbürgermeister von Jahrstedt für deutlich verkürzte Schaltzeiten ausgesprochen und damit einiges an Energiekosten sparen können. „Ich plädiere für ein Zurückfahren der Beleuchtung, um zu Einsparungen zu kommen“, erklärte Uwe Bartels. In der Stadt Klötze werde durch das Dimmen der Laternen ebenfalls bereits Geld gespart. Wie genau verfahren werden soll, dazu müsse sich letztlich der Stadtrat eine Meinung bilden.

Von Monika Schmidt

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Ab dem 25.5.2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung. Dazu haben wir unser Kommentarsystem geändert. Um kommentieren zu können, müssen Sie sich bei unserem Dienstleister DISQUS anmelden. Sollten Sie zuvor bereits ein Profil bei DISQUS angelegt haben, können Sie dieses weiter verwenden. Nutzer, die sich über den alten Portal-Login angemeldet haben, müssen sich bitte einmalig direkt bei DISQUS neu anmelden.