„Mitten durch das Leben“

Haseloff: Böckwitz-Zicherie hat eine besondere Bedeutung

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Matthias Platzeck und Reiner Haseloff (Mitte) auf der Europawiese im Gespräch mit Kim Fisher.

Böckwitz – Er sei zum zweiten Mal in dieser Woche in Böckwitz, erklärte Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff am Sonnabend.

Beim Dreh für die ARD-Tagesthemen hatte er den futuristischen Dom, das mobile Studio für das längste Gesprächs Deutschlands, auf der Europawiese schon gesehen und sofort entschieden: „Da komme ich wieder. “

Die Herzen der geladenen Gäste, die bei diesem von der Bundesregierung initiierten längsten Gespräch, das am Abend über fünf Stunden im Livestream aus vier Standorten an der ehemaligen innerdeutschen Grenze übertragen wurde, zuschauen durften, hatte er damit schon gewonnen.

„Böckwitz ist ein Ort mit einer besonderen Geschichte“, erinnerte der Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt. Für ihn sei der Besuch der Höhepunkt der vergangenen Tage. „Der Schnitt, der Deutschland teilte, geht hier mitten durch das Leben“, stellte Haseloff fest. Passend dazu war auch der Standort des mobilen Studios gewählt: Mitten durch die heutige Europawiese verlief die Grenze.

„Wir wollen die Unterschiede in Deutschland wegkriegen. Aber das dauert noch ein bisschen“, räumte Reiner Haseloff ein. Dass in Böckwitz und Zicherie die Menschen aus Ost und West vor 30 Jahren gemeinsam die Grenzöffnung feierten und dies auch 30 Jahre später wieder gemeinsam machen, sei ein großes Ereignis.

„Davon kann man den Enkelkindern noch erzählen“, war sich Reiner Haseloff sicher. Gemeinsam mit Matthias Platzeck, ehemaliger Ministerpräsident Brandenburgs und Vorsitzender der Kommission „30 Jahre Friedliche Revolution und Deutsche Einheit“, eröffnete Reiner Haseloff auf der Europawiese das längste Gespräch Deutschlands für das Studio Böckwitz. Moderiert von Kim Fisher und Jan Hahn kamen anschließend Prominente wie Wolfgang Lippert und Wolke Hegenbarth zu Wort.

VON MONIKA SCHMIDT

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