Schnelles Internet für alle

Eine Chance für ganz Immekath

Leerrohre, in die später die Glasfaserkabel eingeblasen werden, liegen in einer Baustelle.
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In vielen Orten in der Altmark läuft der Breitbandausbau. Bald auch in Immekath.
  • Monika Schmidt
    vonMonika Schmidt
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Schnelles Internet für den ganzen Ort: Darauf können sich die Einwohner von Immekath freuen. DNS-Net hat sich für den eigenwirtschaftlichen Ausbau, ohne Fördermittel, entschieden.

Immekath – Gute Nachrichten gab es für die Einwohner bei der Ortschaftsratssitzung. Ortsbürgermeister Peter Gebühr informierte, dass der Breitbandausbau durch den Zweckverband Altmark (ZBA) in Immekath in den Startlöchern steht. Während sich große Unternehmen beim Thema schnelles Internet vor allem auf die großen Städte konzentrieren, wurde für die Altmark ein Zweckverband gebildet, um auch in den kleinen Orten den Breitbandausbau voranzutreiben.

Andreas Kluge, Geschäftsführer des Zweckverbandes, war in Immekath zu Gast und erklärte weitere Details. Denn Immekath, Standort für einen der großen Schaltkästen (Pop), mit dem das schnelle Internet in die Region verteilt wird, kann auf einen kompletten Anschluss aller Grundstücke hoffen. Bislang ging es nur um die sogenannten „weißen Flecke“, bei denen der Anschluss förderfähig war. Für diese Grundstücke wurde die Frist für einen Vertragsabschluss inzwischen verlängert, teilte Andreas Kluge mit. Er informierte die Anwesenden über den bevorstehenden Ausbau, der Anfang Juni beginnen soll. Alle Interessierten, die einen schnellen Internetzugang haben möchten, müssen bis Ende Mai die Verträge unterschrieben haben. Genaue Informationen gibt es bei den Mitgliedern des Ortschaftsrates und beim Ortsbürgermeister. Bei ihm können auch die Verträge unterschrieben werden.

Der Zweckverbands-Geschäftsführer hatte in Immekath noch weitere gute Nachrichten im Gepäck: Denn es werden nicht nur die „weißen Flecken“ erschlossen, sondern jedes Grundstück bekommt die Chance auf einen schnellen Internetanschluss. ZBA und DNS-Net setzen zusätzlich auf den eigenwirtschaftlichen Ausbau des Ortes – ohne Fördermittel. Wie in Jübar, wo der Netzbetreiber dies als erstem Ort in der Altmark angeboten hat, sollen nun auch in Immekath alle Grundstücke erschlossen werden. Angestrebt wird in den Orten eine Anschlussquote von mindestens 40 Prozent, besser wären mehr als 50 Prozent. „Ich freue mich, dass sich die DNS-Net bereit erklärt hat, eigenwirtschaftlich mit hohen Investitionen in die ländlichen Gebiete zu gehen und damit einen Flickenteppich sowie unterversorgte Orte zu verhindern“, sagte Andreas Kluge. Möglich werde der private Ausbau nur durch das Netz des ZBA. „Wir legen gemäß den Vorgaben der Breitbandförderung eine hohe Reserve in die Orte und bieten somit beste Grundlagen für einen weiteren Ausbau“, betonte der ZBA-Geschäftsführer.

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