Städtischer Eigenanteil beim dritten Bauabschnitt der Bahnhofstraße liegt bei 20 000 Euro

Günstiger geht es kaum

Von der Ladestraße wird es künftig nur noch eine Einmündung auf die Bahnhofstraße geben. Die obere Ausfahrt wird nach dem Ausbau des dritten Bauabschnitts mit Pollern abgesperrt. Mit einem Eigenanteil von 20 000 Euro ist die Stadt bei der Baumaßnahme im Boot. Foto: Schmidt

Klötze. So günstig ist die Stadt Klötze wohl bislang bei noch keiner Baumaßnahme davon gekommen.

Für den dritten Abschnitt des Bahnhofstraßenausbaus, der vom Kreisel in Richtung Bahnübergang in dieser Woche begonnen hat, legte Bürgermeister Matthias Mann im Stadtrat die Kostenkalkulation vor. Danach beträgt die Gesamtsumme des Ausbaus auf dem exakt 227 Meter langen Abschnitt etwa eine halbe Millionen Euro. Den größten Batzen muss das Land als Straßenbaulastträger übernehmen, nämlich die Kosten für die Fahrbahn und den beidseitigen Radweg. Dazu wird eine Pauschale für die Regenentwässerung gezahlt. Der Wasserverband ist ebenfalls mit im Boot und erneuert auf dem Abschnitt für 50 000 Euro die Leitungen. „Der Anteil der Stadt am Gesamtpaket beträgt etwa 120 000 Euro“, rechnete der Bürgermeister vor. Da die Bahnhofstraße zwischen neuem Kreisel und Bahnübergang nicht mehr im Sanierungsgebiet liegt, müssen Anliegerbeiträge erhoben werden. Die Umlage erfolgt hälftig, so dass als Anteil der Stadt 60 000 Euro bleiben. Und davon wiederum können Fördermittel aus dem Stadtumbau Ost für die Maßnahme eingesetzt werden. Zwei Drittel werden gefördert, bleiben also 20 000 Euro übrig, die die Stadt als Eigenanteil aus dem Haushalt aufbringen muss.

Eine Veränderung gegenüber dem bisherigen Straßenbild wird es nach dem Ausbau geben. Die zweite Einfahrt zur Ladestraße, die derzeit noch als Umleitungsstrecke genutzt wird, wird ersatzlos gestrichen. Der Bereich Triftstraße/Ladestraße am Bahnhof mündet künftig nur noch im unteren Bereich der Verkehrsinsel auf die Bahnhofstraße. Die obere, näher am Bahndamm gelegene Zufahrt, wird mit Pollern abgetrennt.

Die Gespräche mit den Anliegern, vor allem dem Tankstellen- und dem Baumarktbetreiber zu den Ausbauplänen, seien sehr positiv verlaufen, freute sich Matthias Mann über das Verständnis für den nahtlosen Anschluss an die Kreiselbauarbeiten. „So gut kommen wir nie wieder zum Zuge“, machte er vor allem auf den positiven Kostenfaktor aufmerksam. Allerdings sei allen Beteiligten klar, dass vieles davon abhänge, wann der Winter Einzug in Klötze hält. Ziel ist es, die Arbeiten bis zum Jahresende abzuschließen. „Aber keiner weiß, wann der Winter kommt“, erinnerte Matthias Mann.

Möglich wurde der nahtlose Anschluss im Übrigen nur, so verdeutlichte der Bürgermeister im Stadtrat noch einmal, weil die Arbeiten am Kreisel fünf Wochen eher als geplant fertiggestellt werden konnten. „Das ist längst nicht selbstverständlich“, so Matthias Mann.

Von Monika Schmidt

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