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Gruppe um Bernd Unruh gestaltete Moselgrab auf Altstädter Friedhof in Klötze um

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Von: Lea Weisbach

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drei Personen an Grab
Neben Bernd Unruh (v. l.), Kirstin Thillmann und Reinhard Wegner gehören noch vier weitere Personen zur „Moselgrabgießergruppe“. © Weisbach, Lea

Nachdem Bernd Unruh Anfang 2022 offiziell die Pflege des Moselgrabs auf dem Altstädter Friedhof in Klötze übernahm, fanden sich noch sechs weitere Engagierte, die das Grab gemeinsam umgestalteten.

„Das animiert auch die Klötzer wieder hierher zu kommen“, war sich Bernd Unruh sicher. Anfang 2022 übernahm er offiziell die Pflege des Moselgrabes, wo unter anderem der ehemalige Bürgermeister der Stadt, August Mosel, begraben liegt. Mittlerweile betreuen neben ihm noch sechs weitere Personen das Familiengrab: Kirstin Thillmann, Angelika Boewe, Miranda Smit, Reinhard Wegner, Antje Dedeoglu und Thomas Ochmann – weitere Unterstützung ist gern erwünscht.

Gemeinsam haben sie das Grab auf Vordermann gebracht. „Es ist so, wie wir es uns vorgestellt haben und viel pflegeleichter“, bestätigten die drei Moselgrabgießer. Sie haben in den vergangenen Monaten das Grab komplett erneuert. Der Efeu, die Bäume und Sträucher wurden entfernt. Sie pflanzten winterharte Stauden und auch Sukkulenten. Außerdem setzte die Gruppe Narzissen, Hyazinthen und Osterglocken. „Der Lavendel hat mich im Sommer immer mit seinem Duft begrüßt“, erzählte Reinhard Wegner. Und auch das Babygrab hat seinen Platz bekommen und wird noch mit weiteren Pflanzen versehen. Um dem Unkraut entgegenzuwirken, wurde Fließ verlegt und Mulch aufgebracht. Dieses sponsorte die Stadt Klötze, erzählte Bernd Unruh.

Viele unterschiedliche Aufgaben

Im Sommer war die Gruppe bei den heißen Temperaturen mit dem Gießen gut beschäftigt. Jetzt im Herbst, wenn die Blätter fallen, wird die Beseitigung des Laubes zur Hauptaufgabe. „Viele wissen gar nicht, dass es hier so einen schönen Friedhof gibt“, war sich Kirstin Thillmann sicher. Doch es gebe noch Handlungsbedarf.

Die Moselgrabgießer wünschen sich unter anderem, dass der Bereich, wo Cindy Tüllner beigesetzt ist, verschönert wird. Sie war das Gesicht des Vereins „Blaue Nase hilft“ und verstarb im August dieses Jahres an Leukämie. Allen ginge dieses Schicksal nahe, deshalb solle der Bereich ansehnlicher gestaltet werden. Bernd Unruh schlug vor, eine ebene Fläche zu schaffen. Auch die Hecke „ist keine Hecke“ mehr und müsse dringend beschnitten werden. Außerdem könnte sich die Gruppe einen Stein oder Tafel mit Inschrift zu ihrem Gedenken vorstellen. Diese Thematik sprach Bernd Unruh auch während des Ortschaftsrates in Klötze an. Der Stadt-Bürgermeister, der während der Sitzung ebenfalls zugegen war, nahm diesen Punkt mit auf. „Da hast du recht“, erklärte Uwe Bartels. Neben der Hecke bereiten auch einige Bäume auf dem Altstädter Friedhof den Engagierten Sorgen, sodass sie fürchten, dass diese umstürzen und Schäden verursachen könnten. Fichten und Koniferen wachsen laut Bernd Unruh in die Höhe. Und auch das Wurzelwerk würde Probleme bei einigen Gräbern bereiten. Dahingehend hoffen sie auf die Einsatzbereitschaft der Stadt, diesem entgegenzuwirken. Auch dies teilte Bernd Unruh während der Ortschaftsratssitzung mit. Dieses Anliegen nimmt Uwe Bartels ebenfalls aus der Sitzung mit.

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