1. az-online.de
  2. Altmark
  3. Klötze

Grundschule könnte länger öffnen, wenn Kunrau nicht fertig wird

Erstellt:

Von: Monika Schmidt

Kommentare

Die Grundschule in Kusey könnten eventuell weiter genutzt werden .
Sollte die Kunrauer Grundschule nicht rechtzeitig zum Beginn des neuen Schuljahres hergerichtet werden können, sieht die Stadt die Option, die Kinder auch im Schuljahr 2023/24 noch in Kusey zu beschulen. © Schmidt, Monika

Klötze – Nachdem in den vergangenen Tagen so viel über die künftigen Grundschuleinzugsbereiche in der Einheitsgemeinde Klötze diskutiert wurde, hätte sich Alexander Kleine, Fraktionsvorsitzender der SPD im Stadtrat, im Hauptausschuss am Mittwochabend Erläuterungen von der Verwaltung zum Ist-Stand gewünscht. „Die Begründung sagt doch alles“, verwies Bürgermeister Uwe Bartels auf die Beschlussvorlage. „Lesen kann ich selbst“, erwiderte Alexander Kleine. „Erläuterungen wären schön, denn es geht darum, eine Schule in eine andere zu integrieren.“

Es gebe viele noch nicht beantwortete Fragen, erinnerte der Fraktionsvorsitzende. Zum Beispiel, ob in Kunrau Platz für alle Kinder aus Kusey ist. Oder ob die dritte Klasse wie gewünscht nach Klötze wechseln kann. „Wie ist die Situation der Schule in Kunrau? Können die Kinder dort angemessen beschult werden?“, beharrte Alexander Kleine auf einer Stellungnahme der Verwaltung. Hauptamtsleiter Matthias Reps berichtete, dass es in den vergangenen Tagen zahlreiche Gespräche gegeben habe, mit dem Schulamt, den Elternvertretungen, der PVGS und den Schulen. Klar sei, dass in Kunrau die Klassenräume renoviert werden müssen. Auch die sanitären Anlagen entsprechen nicht modernen Standards. Wie hoch eine Investition der Stadt in die Schule ist und ob dies zeitlich zu schaffen ist, blieb im Hauptausschuss offen. Bürgermeister Uwe Bartels sprach von „Renovierungen“ in den Klassenräumen und zeigte sich zuversichtlich, dass dies in den ersten sieben Monaten des Jahres 2023 erledigt werden könne. Dann wäre in Kunrau Platz, um die komplette Kuseyer Grundschule aufzunehmen. Eine Garantie dafür wollte die Verwaltung aber nicht geben. Und so wurde am Mittwochabend erstmals die Option zur Sprache gebracht, der Kuseyer Grundschule eine „Gnadenfrist“ zu gewähren. Sollten die Arbeiten in Kunrau nicht rechtzeitig zum Schuljahresbeginn fertig werden, sei es eine „Option“ die Kuseyer Grundschule noch über den 31. Juli 2023 weiterzubetreiben.

Dennoch: „Die Kunrauer Grundschule ist in keinem schlechten Zustand. Und im Haushalt 2023 werden Mittel für die Renovierung geplant“, kündigte Matthias Reps an. „Es ist möglich, dort einen vernünftigen Standort für die Kinder zu schaffen“, versicherte er.

Die Stadträte würden sich davon gern selbst ein Bild machen und diskutierten über eine Besichtigung vor Ort. „Die kann es geben, an einem Termin am Nachmittag, nach Ende von Unterricht und Hort“, bot Bürgermeister Uwe Bartels an. Ein genauer Termin sei aber noch nicht vereinbart worden.

Auch interessant

Kommentare