Gewerbetreibende sollen Markt nutzen

Der Besuch des Weihnachtsmanns ist einer der Höhepunkte beim Klötzer Weihnachtsmarkt, der vom Heimatverein veranstaltet wird. Bei der Mitgliederversammlung wurde Kritik an der mangelnden Beteiligung der einheimischen Gewerbetreibenden geäußert.

Klötze - Von Monika Schmidt. Obwohl die Temperaturen draußen es eigentlich nicht vermuten lassen, beschäftigt sich der Klötzer Heimatverein schon mit dem Weihnachtsmarkt.

Schließlich soll die Veranstaltung auch in diesem Jahr wieder ein voller Erfolg werden. Der Standort auf dem Hof und in der Klötzer Stadtbibliothek hat sich in der Vergangenheit bewährt. Bei der Mitgliederversammlung des Heimatvereins wurde ganz deutliche Kritik beim Thema Weihnachtsmarkt geäußert. Nicht zu dem Angebot, das der Heimatverein macht, sondern zu der mangelnden Beteiligung der Händler und Gewerbetreibenden aus der Stadt.

Nur zwei von ihnen würden die Gelegenheit nutzen, sich zu präsentieren und sich so bei den Kunden bekannt zu machen. Dabei wäre der Markt eine ideale Präsentationsfläche für die kleinen Betriebe in der Stadt, waren sich die Heimatvereinsmitglieder einig. „Ohne die Stände der Ehrenamtlichen sähe es traurig aus“, hat schon der Heimatvereinsvorsitzende Ulrich Koppe in seinem Jahresbericht festgestellt. Dabei genieße der Weihnachtsmarkt des Heimatvereins inzwischen einen sehr guten Ruf. Kinder fragen schon lange vorher bei den Mitgliedern nach, ob denn auch der Weihnachtsmann kommt und wieder so schöne Geschenke für sie mitbringt.

Der Verein würde sich deshalb wünschen, wenn mehr Gewerbetreibende aus Klötze sich mit einem Stand am Markt beteiligen. „Den einen Sonntag im Jahr kann man sich ja wohl mal ans Bein binden“, fasste Iris Wienecke zusammen.

Als ein weiterer Punkt wurde die Suche nach einem Raum bei der Versammlung thematisiert: „Es geht nicht so, wie wir uns das dachten“, musste Ulrich Koppe einräumen. Er berichtete den Mitgliedern vom Vorhaben 2008, das Haus an der Mittelstraße 27 zu nutzen. Von der Lage und Gestaltung war es für den Verein ideal, aber der Stadtrat erteilte dem Antrag des Heimatvereins eine Absage. Die Stadt nutzt das Haus selbst als Archiv. „Es geht uns nicht um einen Raum irgendwo“, machte Ulrich Koppe deutlich. Den hätte der Verein längst finden können. Aber es sollte auch ein historisch bedeutsames Gebäude in der Stadt sein, um dort eine Heimatstube oder eine Ausstellung über die Stadtgeschichte einzurichten. „Wir haben das ganz bewusst nicht Museum genannt“, erinnerte der Heimatvereinsvorsitzende weiter.

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