Cleggs kamen extra aus dem 220 Kilometer entfernten Bünde

Geselliger Waldgottesdienst auf dem Döllnitz

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Die Sitzreihen füllten sich bis fast zum letzten Platz: 120 Christen aus dem Kirchspiel Klötze-Neuendorf und darüber hinaus kamen bei bestem Wetter am gestrigen Sonntag zum traditionellen Waldgottesdienst im Klötzer Forst zusammen. Musikalisch umrahmt wurde dieser von den Klötzer Jagdhornbläsern.

Klötze. Anders als seine Predigten, so gab Klötzes Pfarrer Johannes-Michael Bönecke während des gestrigen Waldgottesdienstes am Forsthaus Döllnitz zu, habe er das Wetter „nicht so im Griff“, was sich in den mehr oder weniger verregneten Freiluft-Gottesdiensten der Vorjahre zeigte.

Doch am Sonntag passte alles. Bei blauem Himmel und angenehmen Temperaturen konnten die mehr als 120 Besucher mit der Sonne um die Wette strahlen.

Diese kamen nicht nur aus allen Orten des Kirchspiels Klötze-Neuendorf, zu denen seit diesem Jahr auch Schwiesau gehört, sondern auch aus der Hansestadt Gardelegen und sogar aus Bünde im Kreis Herford in Nordrhein-Westfalen. Das Ehepaar Kerstin und Paul Clegg hatte sich von dort aus auf den gut drei Stunden Autofahrt umfassenden 220 Kilometer weiten Weg gemacht, um der mittlerweile achten Auflage des Waldgottesdienstes beizuwohnen. „Vor vier Jahren haben wir unsere Labradorhündin Emma als Welpe beim Pfarrer gekauft – der Kontakt kam über das Internet zustande. Daraus hat sich dann eine Freundschaft entwickelt“, erklärt Kerstin Clegg im AZ-Gespräch die Hintergründe. Seitdem haben die beiden Ostwestfalen keinen Waldgottesdienst im Klötzer Forst verpasst. Auch deshalb, „weil es hier so schön ist“. „Emma“ durfte bei dem Ausflug natürlich nicht fehlen.

In seiner Predigt rief Pfarrer Bönecke ebenso dazu auf, den herrlichen Sommertag in der „Waldkirche“ zu genießen wie auch die Augen vor den zahlreichen Krisenherden der Welt nicht zu verschließen. Erfreut berichtete er von den vielen Hochzeiten und Taufen im Klötzer Pfarrbereich der jüngsten Zeit – und dass er bald selbst Opa werde. Umrahmt wurde der Waldgottesdienst von „Danke für diesen guten Morgen“ bis hin zu „Großer Gott, wir loben dich“ von Mitgliedern der Klötzer Jagdhornbläser, die mit den Jagdsignal „Zum Essen“ am Ende sogar ein Teil ihres jagdlichen Repertoires zum Besten gaben.

Musikalisch geht es, wie der Klötzer Pfarrer erinnerte, am kommenden Sonnabend weiter. Ab 17 Uhr werden vom Fahrradkantor Martin Schulze „alle Register der Klötzer Orgel durchgepustet“, so Bönecke.

Von Matthias Mittank

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