Lothar Schulz und seine Bilder

Geschichte des Amtes Klötze: Chronik per Zeichenstift

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So könnte das Amt Klötze um 1830 ausgesehen haben. Lothar Schulz-Wapen hat es nach einer alten Zeichnung und Beschreibungen aus der Klötzer Chronik rekonstruiert und gezeichnet.

Klötze. „Eigentlich schreibe ich die Bücher bloß, damit meine Zeichnungen bekannt werden“, gibt Lothar Schulz aus Klötze zu.

Nach dem Buch über die Jeetze im Mittelalter hat Lothar Schulz-Wapen nun ein Buch über Burg und das Amt Klötze geschrieben.

Nach dem Buch über die Jeetze im Mittelalter, für das sich bereits viele interessierte Leser gefunden haben, hat er sich in seinem neuesten Werk mit dem Amt und der Burg Klötze beschäftigt. „Es gibt gar nicht so viel Material darüber“, musste der Klötzer erkennen. Also hat er angefangen, Material zu sammeln. Ausgangspunkt war, dass Lothar Schulz, der sich als Chronist den Namenszusatz „Wapen“ gibt, Zeichnungen aus der Klötzer Vergangenheit anfertigen wollte. „Außer dem Merian-Stich gibt es ja keine Darstellung der alten Burg“, erklärt der Buchautor. Doch dazu musste zunächst einmal recherchiert werden: Wie sah die damalige Burg aus, wie verwandelte sie sich im Laufe der Zeit? Die Anlage hatte ursprünglich nur einen romanischen Bergfried, „es war eine Volksburg“, so Schulz. Die Anlage diente dazu, dass die Bevölkerung des Ortes in der Burg Schutz finden konnte. Als Klötze einen fürstlichen Herrscher bekam und das fürstliche Amt entstand, wurde die Burg umgebaut. Ein Wall wurde gezogen, auf die alten Steinmauern wurden Fachwerkgebäude gesetzt. Nur der Burgfried blieb erhalten.

Diese Veränderungen hat Lothar Schulz mit seinem Zeichenstift festgehalten. „Über die Burg gibt es so recht nichts. Und über Klötze eigentlich nur eine Chronik, die von Ernst Schulze von 1900“, hat Lothar Schulz herausgefunden. Um seine Erkenntnisse über das Amt und die Burg Klötze also nicht nur mit dem Zeichenstift festzuhalten, hat er das Material, das er zusammengetragen hat, auch schriftlich zusammengefasst. So ist das neue Buch „Burg und Amt Klötze: Eine Chronik“ erschienen. Angereichert hat er das Buch mit weitereren Zeichnungen, zum Beispiel vom Bahnhof, der Jeetze und der Mühle.

Sein viertes Buch hat Lothar Schulz schon in Arbeit: Er möchte die Geschichte seines Heimatortes Neuferchau aufschreiben. „Wenn alles klappt, wird das Buch auch in diesem Jahr noch fertig.“

Die Bücher von Lothar Schulz-Wapen gibt es im Buchhandel oder bei ihm persönlich unter Tel. (0 39 09) 37 13.

Von Monika Schmidt

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