Bauamt des Altmarkkreises sieht für Sanierung der Purnitz-Brücke schwarz: Wohl nicht in 2012

Das Geld wird nicht reichen

Ein Blick unter die Brücke: Deutlich ist ein Riss zu erkennen, auch das Fundament ist angegriffen.

Siedentramm. Die Purnitz-Brücke in Siedentramm wird im kommenden Jahr mit großer Wahrscheinlichkeit doch nicht saniert. Das teilte Dieter Kraus vom Tiefbauamt des Altmarkkreises Salzwedel auf AZ-Nachfrage mit.

Die im Amtsdeutsch Verkehrsraumeinschränkung genannte Maßnahme, welche die Brücke bei Siedentramm entlasten soll, wird wohl auch im nächsten Jahr aufrechterhalten. Fotos (2): Köhler

„Noch ist nichts definitiv entschieden“, betonte Dieter Kraus, „doch ist bereits jetzt abzusehen, dass die finanziellen Mittel nicht reichen werden“. Es sei schlichtweg zu viel, was im Altmarkkreis Salzwedel in dringend notwendige Reparaturen und Sanierungen investiert werden muss. „Und das Geld ist nun mal begrenzt“, seufzte Dieter Kraus. Er will allerdings nicht alle Hoffnungen fahren lassen. Denn auch wenn die Brückensanierung dann von der Liste der Projekte fürs nächste Jahr fällt, ist sie nicht aus den Augen verloren. „2012 könnte schließlich über eine Reparatur der Brücke für das darauffolgende Jahr gesprochen werden“, schätzte der Experte vom Bauamt ein. Das bedeutet also, dass das Bauwerk an der Ortseinfahrt Siedentramm 2013 saniert werden könnte. „Aber erst muss die endgültige Projektliste abgewartet werden“, sagte Dieter Kraus.

Der Brückenkörper der Purnitz-Brücke sei baulich noch nicht problematisch, schätzten die Fachleute noch im März 2009 ein. Und auch Dieter Kraus sieht eher die auf Beton eingefassten Ränder, im Fachjargon Kappen genannt, als Problem an. Die Brücke selbst habe noch eine gute Stabilität, so seine Einschätzung. Doch die Kappen hatten bereits 2009 die notwendige Standfestigkeit vermissen lassen. Daraufhin wurde eine Verkehrsraumeinschränkung vorgenommen, die den Straßenkörper auf der Brücke einengte. Dadurch wurde auch die zulässige Geschwindigkeit im Bereich der Brücke auf 30 Stundenkilometer reduziert. Seit einiger Zeit weisen Warnbarken auf die Einschränkungen hin. Bereits damals wurde über eine „baldige Sanierung“ gesprochen. Da die Brücke allerdings, wenn auch eingeschränkt, befahrbar ist, war zu dieser Zeit schon klar: Eine baldige Reparatur könnte auf sich warten lassen.

Von Andreas Köhler

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