Bernd Hamann plädiert für Tempo 30

Gefahrenstelle Breite Straße in Klötze: „Da knallen viele runter“

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Das Ausparken aus den Lücken an der Breiten Straße in Klötze ist manchmal gefährlich, weil die herannahenden Autos zu schnell unterwegs sind. Aber eine ausreichende Begründung für Tempo 30 auf der Ortsdurchfahrt sah die Mehrheit der Ortschaftsräte deshalb nicht.

Klötze – Bremsen quietschen, vor allem Lkw-Fahrer gehen häufig kräftig in die Eisen, wenn an der Breiten Straße aus den Parklücken ausgeparkt wird.

Das veranlasste den Klötzer Ortschaftsrat, über eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf 30 km/h für die Durchgangsstraße zu diskutieren.

Der Vorschlag kam von Bernd Hamann. Vor allem im Bereich der Polizei wäre diese Reduzierung der Geschwindigkeit in Richtung Innenstadt erforderlich, sagte er. „Denn da knallen viele runter“, machte er auf die leicht abschüssige Gardelegener Straße aufmerksam.

„Man kann ganz schlecht ausparken“, nannte Bernd Hamann einen weiteren Grund für seinen Vorschlag. Denn die Sicht beim Ausparken aus den Parklücken in der Breiten Straße sei generell nicht gut. Wenn sich dann noch aus Richtung Schwiesau ein Fahrzeug zu schnell nähert, hätten die Parkenden kaum eine Chance, aus den Lücken zu fahren. Der Klötzer sah darin eine Gefährdung. Auch für Kinder, die zu Fuß oder mit dem Rad auf der Breiten Straße unterwegs seien, wäre es besser, wenn die Autos langsamer fahren.

Ortsbürgermeister Hans-Jürgen Schmidt war gegen den Vorschlag. „Tempo 30 sollte da sein, wo es angebracht ist“, meinte er. Es sollte aber nicht die ganze Stadt mit Schildern zugepflastert werden, wünschte er sich. „Wichtig ist, dass die Schilder, die da sind, auch freigeschnitten werden, damit sie gelesen werden können“, so Hans-Jürgen Schmidt. Ein Beispiel sei die Beschilderung an der Burgstraße.

Vehementer Protest kam auch von Raimund Punke. „Wer in Klötze von der Polizei bis zur Sparkasse Auto fährt, der kann gar keine 70 fahren“, teilte er das Argument der Raserei nicht. 30 km/h seien ohnehin schon das Mindeste, was ein Autofahrer in dem Abschnitt erreichen könne.

„Schneller zu fahren, ist da nicht möglich, weil es viel zu viel Bewegung gibt“, schätzte Punke ein. Er sprach sich dagegen aus, die Verkehrsteilnehmer noch weiter zu maßregeln. „Wer nicht vernünftig fährt, der muss zu Fuß gehen oder mit dem Rad fahren“, sagte Raimund Punke. Denn: „So wie es in Klötze geregelt ist, läuft es ganz gut“, stellte er fest.

VON MONIKA SCHMIDT

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