Nutzlose Bahnübergänge ärgern seit zehn Jahren Autofahrer / DRE will sich nicht von allen trennen

„Gefahrenquelle sondergleichen“

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Nutzlose Bahnübergänge: Beim Ausbau der L 19 (o.r.) sind dem Land im Bereich des Überganges die Hände gebunden. Auf der K 1091 (u.) müssen die Autofahrer gleich vier Gleispaare passieren. Derweil erobert sich die Natur nicht nur in Kusey (o.l.) die Trassen zurück.

Klötze. Vor mehr als zehn Jahren fuhr auf der Bahnstrecke Oebisfelde-Salzwedel der letzte Zug. Dass sich an dieser Situation nach einmal etwas ändern wird, ist derzeit mehr als fraglich. Zumal zwischen Klötze und Oebisfelde schon seit Jahren keine Gleise mehr liegen.

Das Thema Bahn bleibt dennoch ein Dauerbrenner in der Stadt Klötze. Denn auch ein ganzes Jahrzehnt nach Einstellung des Bahnverkehrs ist es nicht gelungen, die nutzlos gewordenen Bahnübergänge zu beseitigen.

„Sie sind eine Gefahrenquelle sondergleichen und gehen auf das Material der Kraftfahrzeuge“, bemängelt nicht nur Klötzes Bürgermeister Matthias Mann. Das Stadtoberhaupt hat dabei vor allem die viel befahrenen Bahnübergange an der Klötzer Bahnhofstraße (L 19) und am Ziß zwischen Klötze und Kusey (L 22) im Blick. Doch nicht nur dort werden die Autofahrer durchgeschüttelt. Weitere Übergänge befinden sich an der K 1394 bei Klötze Nord, an der K 1091 in Klötze (Richtung Immekath) an der L 22 und K 1117 in Kusey sowie an einer ganzen Reihe weiterer Gemeindestraßen und ländlicher Wege in der Einheitsgemeinde. Die Schuld daran, dass die Bahnübergänge nicht zurückgebaut werden, sieht Matthias Mann weder beim Land noch beim Kreis: „Das liegt an der Gesetzeslage.“

Von Matthias Mittank

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