Wasserverband will Fördermittel für Investition beantragen

Gebläsestation für das ImmekatherKlärwerk 

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Seit Jahren wird über eine Belüftungsanlage für das Immekather Klärwerk nachgedacht. Ab 2020 soll sie gebaut werden – wenn der Klötzer Wasserverband dafür Fördermittel bekommt.

Klötze / Immekath – „Das hat richtig viel Arbeit gemacht in den vergangenen Tagen“, berichtete Wasserverbandsgeschäftsführerin Birgit Lange am Dienstag. Zum letzten Mal hatte sie das alte Gremium zur Verbandsversammlung eingeladen.

Nach den Konstituierungen der Räte werden auch neue Vertreter in die Verbandsversammlung entsendet.

Die alten Gremiumsmitglieder hatten mit dem Beschluss über den Investitionsplan schon festgelegt, dass die seit Jahren geplante Belüftung für das Immekather Klärwerk nun in Angriff genommen werden soll. Für dieses Jahr sind Planungskosten von 30.000 Euro vorgesehen, in den Jahren 2020 und 2021 sollten dann je 150.000 Euro investiert werden. Doch so einfach ist das nicht, wie Birgit Lange erklärte. Sie hat zusammen mit einem Planer über der Ausführung gebrütet. Sicher ist, dass die geplanten 300.000 Euro nicht ausreichen, um die Maßnahme umzusetzen. Gut das Doppelte, so ergab die Schätzung, müsste investiert werden. „Deshalb haben wir uns entschieden, dafür Fördermittel zu beantragen“, informierte sie die Verbandsversammlung am Dienstag. Es gebe ein neues Programm, mit dem das Land solche Investitionen fördert. Allerdings müsse der Antrag dazu bis zum 30. September gestellt sein. „Das ist sportlich“, stellte die Geschäftsführerin fest.

Aber Birgit Lange verbreitete Zuversicht: Sie habe einen Planer gefunden, der ihr zugesichert hat, den Antrag bis dahin fertig zu bekommen. „Eine Bedingung ist aber, dass der Haushalt für 2020 zügig beschlossen wird“, erklärte sie. Diese Aufgabe fällt dann aber nach der Sommerpause der neuen Verbandsversammlung zu.

Zudem gebe es eine zweite Möglichkeit, die Fördermittel auch noch mit 30 Prozent aufzustocken, kündigte Birgit Lange an. Dafür sei aber eine energetische Studie nötig. „Es ist nicht klar, ob wir das schaffen“, dämpfte die Geschäftsführerin die Euphorie ein bisschen. Gelingt dies, könne als Ziel mit 80 Prozent an Fördermitteln geplant werden. „Dann müssten wir nur 183.000 Euro an Eigenmitteln aufwenden“, kündigte Birgit Lange an. „Es ist ein Spagat“, schätzte sie ein. Derzeit würde ein Fokus der Arbeiten auf der Fertigstellung des Fördermittelantrags liegen.

Parallel gibt es aber noch eine zweite Baustelle, die in Angriff genommen werden muss. Ein Teil des Grundstücks, auf dem die Kläranlage in Immekath steht, gehört dem Verband nicht. Seit vielen Jahren werde bereits versucht, das Grundstück zu erwerben. Die Verhandlungen seien mit Blick auf die anstehende Investition intensiviert worden. Doch zwingend nötig ist der Kauf des Grundstücks nicht: „Wenn das nichts wird, dann stellen wir die Gebläsestation einfach woanders hin“, erklärte Birgit Lange den Mitgliedern der Verbandsversammlung.

VON MONIKA SCHMIDT

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