Dokumente und Anekdoten sollen Aufschluss über frühere Nutzung geben

Gaus’scher Park: Alte Fotos gesucht

Viel Gestrüpp und Unkraut wächst derzeit noch im Gaus’schen Park am alten Amtshaus von 1850. Das soll sich ändern. Besitzer Thomas Ochmann sucht für die künftige Gestaltung Fotos und Anekdoten von früher. Fotos (2): Schmidt
+
Viel Gestrüpp und Unkraut wächst derzeit noch im Gaus’schen Park am alten Amtshaus von 1850. Das soll sich ändern. Besitzer Thomas Ochmann sucht für die künftige Gestaltung Fotos und Anekdoten von früher.

Klötze – „Ich kann mich noch genau erinnern“, sagt Thomas Ochmann, Besitzer des Gaus’schen Parks in Klötze. „In meiner Kindheit stand im Park ein kleines Spielgerät.“

Provisorisch wurden schon Wege angelegt, die das Beräumen der Bäume erleichterten.

Auch an die Wege, die durch den kleinen Park zwischen der Wallstraße und der Bahnhofstraße führten, kann sich der Klötzer noch erinnern. Da in dem Park aber viele Jahre nichts passierte, konnten die Wege zuwuchern, breiteten sich Büsche und Bäume ungehindert aus. Fotos aus der Zeit von früher gibt es kaum. Genau das wird dem Grundstückseigentümer bei seinen Plänen, gemeinsam mit der Stadt den Gaus’schen Park wieder in einen gepflegten Zustand zu versetzen, nun zum Problem. Denn der Denkmalschutz möchte bei der Gestaltung auch ein Wörtchen mitreden. Es fehlen aber Unterlagen und Dokumente, mit denen nachgewiesen werden kann, wie der Park früher gestaltet war.

„Wir suchen alte Fotos von damals. Auch Leute, die sich erinnern und Anekdoten über den Park und das alte Amtshaus erzählen können, können uns helfen“, ruft Thomas Ochmann die Klötzer auf, ihn zu unterstützen. Vielleicht hat auch noch jemand Zeichnungen von früher, hofft der Grundstücksbesitzer.

Wer etwas über den Gaus’schen Park zu erzählen hat oder Fotos von früher zeigen kann, der kann sich bis 31. Januar an Rolf Schmeling von der Stadt Klötze wenden. Er sammelt die Unterlagen und will dann mit Thomas Ochmann zusammen weiter an einem Konzept für den Park feilen.

„Das Gelände war schon immer ein privates Grundstück“, betont Thomas Ochmann, dass es sich nicht um einen „Park“ im eigentlichen Sinne handelt. Das Grundstück sei aber immer schon von den Klötzern genutzt worden, um den Weg abzukürzen, sich zwischen den Bäumen etwas zu erholen und den Kindern beim Spielen zuzusehen. „So soll es auch wieder werden“, hofft der Klötzer, der das Grundstück 2017 von einer Erbengemeinschaft erworben hat.

Ein Teil des alten Amtshauses bewohnt er mit seiner Familie. Als Grenze zwischen dem privaten Bereich und der öffentlich zugänglichen Grünfläche soll ein Natursteinwall gebaut werden. Die ersten Steine liegen schon.

Im April hatte sich der Klötzer Ortschaftsrat mit verschiedenen Konzepten für die Gestaltung des Parks, der die älteste bebaute Fläche von Klötze umgrenzt, beschäftigt. Die Ortschaftsräte sprachen sich für Wege, Bänke und Spielgeräte aus. Im Frühjahr war mit dem Fällen von Bäumen ein erster Schritt zur Gestaltung gemacht worden. Nur wenige Bäume blieben stehen. Danach ruhte das Vorhaben erst einmal. Nun soll es im kommenden Jahr weitergehen. Dafür baut Thomas Ochmann auch auf die Unterstützung aus dem Förderprogramm Stadtsanierung – und die der Klötzer.

VON MONIKA SCHMIDT

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare