Entspannungsübungen vom Kokon bis zum Schmetterling für Kinder

Mit ganz viel Gefühl

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Zusammengerollt als Kokon überlegten die „Puppen“, wie wohl die Raupe atmen kann. Ganz langsam wurden dann Füße und Arme unter der Decke hervorgestreckt.

Klötze. Ums Fühlen drehte sich gestern Vormittag alles in der evangelischen Familienbildungsstätte in Klötze. Im Rahmen des Ferienprogramms bot Christel Backs-Pacholik dort einen Kurs an, in dem die Kinder das Konzentrieren und Entspannen übten.

Am Ende der Stunde sollten die Kinder sagen, was sie gut und was sie nicht so schön fanden. Die einstimmige Meinung: „Ich fand gar nichts nicht schön!“, war wohl das größte Kompliment für die Kursleiterin.

„Was bedeutet eigentlich wahrnehmen?“, fragte Christel Backs-Pacholik zu Beginn der Stunde. Jedes Kind konnte anhand des Mimik-Würfels sagen, wie es sich fühlt. Und dann ging es auf eine Reise durch den Körper. Dessen einzelne Körperteile wurden zunächst geweckt. Von den Zehenspitzen bis zum Kopf spürten die Kinder vorsichtig in sich hinein, um am Ende gemeinsam festzustellen: „Macht die Augen auf, denn die Welt ist so bunt.“

Bei der letzten An- und Entspannungsübung versuchten die Kinder, wie Pu der Bär zunächst die Beine und dann die Arme zu erspüren. Das war ganz schön anstrengend. Mit den Fingern wurden Wolkenbilder in den Himmel gezeichnet.

Weiter ging das Fühlerlebnis, in dem die Mädchen und Jungen zunächst auf den Matten und dann im gesamten Raum mit den Füßen unterschiedliche Untergründe erfühlten. Dabei gab es verschiedene Erkenntnisse, zum Beispiel waren die Wände ganz geriffelt, das Holz der Balken aber unerwartet glatt. „Manches fühlt sich anders an, als wir es erwarten“, fasste die Kursleiterin die Erkenntnisse zusammen.

Wie unterschiedlich es sich anfühlt, eng zusammengerollt und weit ausgestreckt mit Flügeln unterwegs zu sein, erlebten die Kinder, als sie sich zunächst in Raupen verwandelten, dann verpuppten und schließlich als bunter Schmetterling zum Leben erweckt wurden. Fröhlich flatterten die Tücher an den Händen durch den Raum. Beim Verpuppen jedoch hatten sich die Kinder beengt gefühlt und überlegten, wie die echten Raupen in ihrem Kokon wohl atmen.

Zusammengeknüllt in der Hand wurden die bunten Tücher zu Blüten. „Ihr könnt spüren, wie sich die Blüte auseinanderfaltet“, zeigte Christel Backs-Pacholik eine weitere Aufgabe.

Von Monika Schmidt

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