Vierter Bauabschnitt der Bahnhofstraße könnte im Sommer starten / Schwieriges Projekt

Fußgänger müssen Straße queren

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Planer Stefan Münder erläuterte im Hauptausschuss die Gestaltung des vierten Abschnitts der Bahnhofstraße. Linksseitig Richtung Ortsausgang wird der Geh- und Radweg fortgeführt, auf der rechten Seite wird das Regenwasser in einer Mulde entwässert.

Klötze. „Die Chancen stehen gut, aber es ist noch nichts amtlich“, betonte Bürgermeister Matthias Mann. Der Hauptausschuss hatte den vierten Abschnitt der Bahnhofstraße auf der Tagesordnung.

Wenn alles gut läuft, könnte die Maßnahme nahtlos angeschlossen werden, wenn im Sommer der Ausbau der Ahlumer Ortsdurchfahrt beendet ist. Deshalb will die Stadt vorbereitet sein und beschließt das Ausbauprogramm am 27. Mai im Stadtrat. Bis dahin, so hofft Planer Stefan Münder, könnte es auch schon neue Aussagen zum Baubeginn geben.

Der vierte Abschnitt läuft vom Ende des dritten am DRK-Gebäude über 330 Meter Richtung Ortsausgang. „Ursprünglich sollte nur der Radweg angebunden werden“, erläuterte der Projektant. Bei der Planung hatte sich aber herausgestellt, dass das höhentechnisch nicht möglich ist. Deshalb hat sich die Landesstraßenbaubehörde entschieden, auch die Straße auszubauen. Eine Kamerabefahrung hatte zudem ergeben, dass der Betonkanal kaputt und ein neuer Regenwasserkanal eingebaut werden muss. Er soll nun vom Gehweg auf die Straße verlegt werden, erläuterte Stefan Münder weiter.

Auf der linken Seite Richtung Ortsausgang wird der kombinierte Geh- und Radweg verlängert und in seiner Gestaltung den anderen Bauabschnitten angepasst. Auf der rechten Seite soll hinter dem Bahnübergang nur eine Mulde angelegt werden, in der das Regenwasser versickern kann. Denn die Entwässerung ist bei dem bergabwärts laufenden Abschnitt besonders am Bahnübergang ein Problem. Ob nicht doch auch auf der rechten Seite zumindest bis zu dem Wohnblock ein Gehweg angelegt werden könnte, regten Klaus Ewertowski und Uwe Harms (beide CDU) an. „Wir haben das geprüft und es geht nicht“, erwiderte Bürgermeister Matthias Mann. Selbst wenn dort ein Gehweg gebaut würde, müsste die Fußgänger am Bahnübergang die Straße queren. „Ich halte das eigentlich nicht für hinnehmbar, wenn die Fußgänger die Straße queren müssen“, betonte Uwe Harms. Letztendlich habe es komplizierte Verhandlungen gegeben und es sei eine Frage von „Wer bezahlt was“, erinnerte Matthias Mann. „Mit dem, was wir jetzt haben, können wir gut leben“, stellte er fest.

Die Kosten für die Stadt belaufen sich auf etwa 150 000 Euro, die Baumaßnahme wird aus Mitteln des Stadtumbaus finanziert.

Von Monika Schmidt

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