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Fürs Entschlammen zu feucht

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Von: Monika Schmidt

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Wegen des Regens wurde die Entschlammung des Teichs im Tierpark verschoben.
Seit das Wasser am Geflügelteich abgelassen ist, können die Besucher des Klötzer Tierparks sehen, wie viel Schlamm sich über die Jahre angesammelt hat. © Schmidt, Monika

Klötze – Wettergott Petrus war der Stadt Klötze am Wochenende nicht wohlgesonnen. Denn die geplante Teichentschlammung, für die am vergangenen Freitag und Sonnabend der Klötzer Tierpark geschlossen war, konnte nicht wie geplant abgearbeitet werden. 

Wie die Stadt Klötze auf AZ-Anfrage mitteilt, sollte an beiden Tagen „eigentlich planmäßig die diesjährige Maßnahme zur teilweisen Entschlammung des Teichs im Tierpark beginnen.“ Deshalb war zur Vorbereitung bereits seit Dienstag der Wasserspiegel deutlich gesenkt worden. Doch die feuchte Witterung mit ihren kräftigen Regenfällen seit Donnerstag machte der Stadt einen gehörigen Strich durch die Rechnung. „Aufgrund der sehr schlechten Witterungsbedingungen konnte die technische Umsetzung der Maßnahme nicht stattfinden“, teilt die Verwaltung mit. Die ausführende Firma, die Tierpfleger und weitere Stadtmitarbeiter konnten daher nur das weitere Vorgehen abstimmen und einige Vorarbeiten erledigen, damit ein späterer Maßnahmebeginn gewahrt werden kann.

Wer seit dem Wochenende im Tierpark zu Besuch war, sieht, dass es eine ganze Menge Schlamm ist, der im Geflügelteich liegt. Geplant war eigentlich, dass die Erdmassen zusammengetragen werden. Das war durch den permanenten Niederschlag nicht möglich, informiert die Verwaltung weiter. „Somit waren die weiteren notwendigen Schritte zur teilweisen Entschlammung nicht umsetzbar“, wird aus dem Rathaus mitgeteilt. Bei der Entschlammung, für die zunächst drei verschiedene Varianten im Gespräch waren, soll nun der Schlamm innerhalb des Teiches zusammengeschoben werden. Dann kann er „ausbluten“ und trocknen, anschließend wird der Schlamm abtransportiert. Um die Teichentschlammung zu realisieren, ist eine vierstellige Summe in den städtischen Haushalt eingeplant worden. Wie viel Geld genau ausgegeben werden muss, kann wegen der sich verzögernden Umsetzung noch nicht beziffert werden.

Weitere Maßnahmen am Uferrand oder an den Inseln im Teich sind aktuell nicht geplant. Allerdings könnte eventuell in den kommenden Jahren die vorhandene Stauanlage am Ende des Teiches durch eine neue beziehungsweise durch einen funktionalen Mönch, also ein regulierbares Ablaufwerk, ersetzt werden.

Offen ist, ob in diesem Jahr noch weitere Maßnahmen im Klötzer Tierpark umgesetzt werden können. Der Förderverein hat noch einige Aufgaben auf seiner Liste stehen. Dazu gehören der Bau eines Kaninchengeheges auf der Fläche des früheren Affenkäfigs, der Entwurf einer neuen Beschilderung für jedes Gehege sowie die Installation einer Abwurfstangen-Galerie am Rotwildgehege. Außerdem ist geplant, an der Rundbank am Spielplatz ein Fundament zu bauen, um einen Höhenausgleich zu erreichen. Derzeit steht die Bank auf verschiedenen Steinen und bietet so keinen zufriedenstellenden Anblick. „Welche dieser Vorhaben in diesem Jahr noch umgesetzt werden können, kann im Moment noch nicht abgeschätzt werden“, teilt die Stadt Klötze auf AZ-Anfrage abschließend mit.

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