Klötzer Orchideenwiese steht in voller Pracht

Jürgen Lemke hofft auf einen finanziellen Zuschuss

Eine grüne Wiese mit vielen dunkelvioletten Blüten: In Klötze blüht die Orchideenart Breitblättriges Knabenkraut.
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Eine wahre Blütenpracht bietet derzeit die Klötzer Orchideenwiese. Das Breitblättrige Knabenkraut wächst zu Tausenden in der Moorwaldsenke.
  • Monika Schmidt
    vonMonika Schmidt
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Ehrenamtlich kümmert sich Jürgen Lemke um die Klötzer Orchideenwiese. Für seinen Aufwand fragte er im Klötzer Ortschaftsrat nach einem Zuschuss.

Klötze – „Es blühen in diesem Jahr wieder mehr Orchideen als sonst“, berichtete der vom Kreis ernannte Beauftragte für die Orchideenwiese im Klötzer Ortschaftsrat. Einige neue Farben sind dabei: So hat er neben den dunkel- und hellvioletten Blüten auch knallrote zwischen dem Grün ausgemacht. Besonders stolz ist Jürgen Lemke auf die seltenen weißen Orchideen. „Fünf Stück blühen, vielleicht sogar noch einige mehr, die ich im hohen Gras nicht sehen kann“, berichtete er den Ortschaftsräten. „Gescheckte“, also mehrfarbige Exemplare des Breitblättrigen Knabenkrauts, habe er bislang noch nicht entdecken können. Täglich kommen Besucher, um sich die Blütenpracht anzusehen. Vielen kann der Klötzer Erläuterungen geben. So habe er allein an den Pfingsttagen wohl um die 40 Führungen gemacht, informierte Jürgen Lemke weiter. „Ich bin aus dem Quatschen gar nicht mehr rausgekommen.“

Auch wenn die Orchideenwiese noch ein paar Tage ihre Pracht zeigt, sorgt sich Jürgen Lemke. „Die Witterung spricht gegen die Wiese, es ist an vielen Stellen viel zu nass“, hat er beobachtet. Deshalb kämen die Blüten in diesem Jahr nicht so stark zur Geltung und die Saison startete wegen der kühlen Temperaturen verspätet.

Zuschuss für die Arbeit erbeten

In der Einwohnerfragestunde des Ortschaftsrates informierte er nicht nur über die Orchideenwiese und die Arbeiten, die er dort in diesem Jahr bereits erledigt hat. Jürgen Lemke fragte auch nach einer Aufwandsentschädigung für diese ehrenamtliche Tätigkeit. „Ich habe Aufwand, opfere Zeit und habe zum Beispiel Spritkosten, um das Material für die Reparaturen anzufahren“, erklärte er. „Ich kann das nicht alles aus meiner Tasche bezahlen.“ Ortsbürgermeister Raimund Punke ließ keine Diskussion zu dem Vorschlag zu: „Das beraten wir nicht, wenn Sie dabei sind“, stellte er klar. Uwe Witte wusste: „Sie haben doch 150 Euro von der Stadt bekommen.“ Lemke antwortete: „Das war für den Steg. Aber der muss nach der Saison noch weiter repariert werden.“ Uwe Witte warnte, dass verwendete Lärchenholz nicht zu streichen. Nur ungestrichen ist es länger haltbar. Alexander Kleine verwies auf die Förderrichtlinie, die sich der Ortschaftsrat für sein Budget gegeben hat. Damit würden auch Projekte unterstützt. „Sie können doch einen Antrag stellen“, empfahl er dem Klötzer.

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