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Vertrag für ein Stück Klötzer Geschichte

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Von: Monika Schmidt

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Drei Männer stehen in einem Büro.
Bernd Unruh (Mitte) hat nun auch ein Papier in Händen, mit dem der Pflegevertrag für das Grab von August Mosel besiegelt ist. © Monika Schmidt

Damit die Grabstätte des früheren Klötzer Bürgermeisters August Mosel erhalten bleibt, hat sich Bernd Unruh entschlossen, die Pflege zu übernehmen. Dazu hat er nun auch einen Vertrag aus dem Rathaus bekommen.

Klötze – „Wir wollen das auch mit einem Dokument besiegeln, damit Sie ein Papier in Händen halten und etwas zum Vorzeigen haben.“ So begründete der stellvertretende Bürgermeister von Klötze, Matthias Reps, seine Einladung an Bernd Unruh ins Rathaus. Der Klötzer, der auch Mitglied des Ortschaftsrates ist, hatte sich bereit erklärt, die Verantwortung für die Pflege der Grabstätte von August Mosel auf dem Altstädter Friedhof in Klötze zu übernehmen. Nicht nur den Mitgliedern des Klötzer Ortschaftsrates, die über Monate über das Thema diskutiert hatten, war damit ein Stein vom Herzen gefallen. Das Dokument der Stadt mit der offiziellen Übertragung der Grabstätte an Bernd Unruh beinhaltet auch, so betonte Matthias Reps, dass der Klötzer keine Gebühren für die große Familiengrabstätte bezahlen muss. Schließlich handelt es sich um eine Aufgabe, die der Klötzer ehrenamtlich übernommen habe. „Ich hätte es schade gefunden, wenn das alles nach Gardelegen gegangen wäre“, nennt Bernd Unruh einen der Beweggründe, warum er sich für die Übernahme der Pflege entschlossen hat. Von dem angeblichen Angebot eines Interessenten, das Grabmal nach Gardelegen zu holen und dort wieder aufzubauen, hatte Ortsbürgermeister Raimund Punke seinen Ortschaftsrat informiert, ohne den Namen des Interessenten nennen zu können. Dennoch bracht vor allem diese Mitteilung Bewegung in die Entscheidungsfindung, die der Ortschaftrat zuvor mehrere Male vertagt hatte. „Das ist ein Stück Klötzer Geschichte und sollte deshalb auch hier in Klötze erhalten bleiben“, erklärte Bernd Unruh bei dem Termin im Rathaus. Er freut sich besonders darüber, dass sich relativ schnell einige Helfer gefunden haben, die mit ihm gemeinsam die Pflege der Grabstätte übernehmen wollen. Weitere Mitstreiter können sich bei der Stadt Klötze melden, die die Anfragen dann an Bernd Unruh weiterleitet.

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