Vorschlag für den Bereich Kita noch in der Prüfung

Freiwillig Tempo 30 in Schwiesau – Schild als Kompromiss

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Kompromiss: Weil für eine reguläre Geschwindigkeitsreduzierung auf 30 km/h die Gründe nicht ausreichten, werden die Benutzer der Zufahrt zur Wassertretstelle in Schwiesau nun um eine freiwillige Reduzierung gebeten. Fotos (2): Schmidt

Schwiesau – Schon in der vorigen Legislaturperiode hatte der Schwiesauer Manfred Hille im Klötzer Stadtrat für eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf 30 km/h an der Zufahrt zur Wassertretstelle gekämpft. Er sorgte sich vor allem um spielende Kinder in dem Bereich.

Von der in diesem Fall zuständigen Stadtverwaltung wurde der Antrag jedoch abgelehnt. Es kam aber ein Kompromiss zustande: „Freiwillig 30“ ist seit dieser Woche auf einem gelben Schild an der unbefestigten Zufahrt zu dem Schwiesauer Idyll zu lesen. Aufgestellt wurde es in Abstimmung mit der Stadt.

An der Landesstraße nach Breitenfeld wird schon auf Kinder aufmerksam gemacht. Manfred Hille beantragte zudem eine Geschwindigkeitsbeschränkung.

Ein solches Verkehrsschild soll, wenn es nach den Wünschen von Manfred Hille geht, auch im Bereich der Schwiesauer Kindertagesstätte aufgestellt werden. Wie er in seinem ersten Bericht als neuer Ortsbürgermeister mitteilte, hatte er eine Beschränkung auf 30 km/h für den Bereich Bushaltestelle, Kita, Dorfgemeinschaftshaus und Spielplatz beantragt. „Die Einrichtungen liegen alle in der Nähe. Auf der Landesstraße in Richtung Breitenfeld wird gerast und der Spielplatz ist nicht eingezäunt“, gab Manfred Hille zu bedenken. Das seien seine Beweggründe für die Antragstellung gewesen.

Doch vom Altmarkkreis als zuständige Verkehrsbehörde sei eine Geschwindigkeitsbeschränkung abgelehnt worden, berichtete er weiter. Begründet wurde dies damit, dass keine Kenntnisse über Unfälle in dem Bereich vorliegen. „Muss denn erst etwas passieren?“, ärgerte sich Manfred Hille.

In Zusammenarbeit mit der Stadt Klötze wurde nach einer Lösung für das Problem gesucht. Auch im Bereich der Kindertagesstätte könnte ein Schild mit der Bitte um eine freiwillige Reduzierung der Geschwindigkeit auf 30 km/h aufgestellt werden, so der Vorschlag. „Die Zusammenarbeit mit der Stadt war da sehr konstruktiv“, lobte Manfred Hille.

Allerdings gibt es auch für die freiwillige Beschränkung noch nicht alle Genehmigungen, wie Kerstin Trittel vom Bauamt der Stadt informierte. Es müsse zudem noch genau abgestimmt werden, wo das Schild aufgestellt werden darf. Sie favorisiert ein Schild mit spielenden Kindern und dem Hinweis „Wegen uns – 30“. So würde den Verkehrsteilnehmern gleich verdeutlicht, dass sie in dem Bereich der Kita auf spielende Kinder treffen könnten und sie besser den Fuß vom Gas nehmen.

VON MONIKA SCHMIDT

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