Fördertöpfe bündeln

Der Sanitärtrakt des Waldbades Klötze soll mithilfe des Leaderprogramms erneuert werden. Außerdem sind dort ein Caravanstellplatz und eine Wassertretstelle geplant. Die Aussichten auf Fördermittel sind gut.

Klötze - Von Peter Lieske. „Das Ergebnis ist recht positiv.“ Mit diesem Satz fasste der Klötzer Bürgermeister Matthias Mann im Hauptausschuss das Gespräch beim Gutachterausschuss des Landes zusammen. Thema: Die Aufwertung des Waldbadgeländes auf dem Weg zum Kneippkurort.

So erinnerte Matthias Mann an die geplante Erneuerung des Sanitärtraktes, die Schaffung eines Caravan-Stellplatzes und das Errichten einer Wassertretstelle. Vor allem der touristische Aspekt wird bei diesem Vorhaben berücksichtigt. So soll das Vorhaben in Verbindung mit dem Altmark-Radrundkurs stehen. Nun galt es, dem Gutachterausschuss das Vorhaben nicht nur plausibel, sondern schmackhaft zu machen. Schließlich geht es dem Bürgermeister darum, mehrere Fördertöpfe für diese zentrale Maßnahme zu bündeln (wir berichteten).

Dem Ausschuss gehören Vertreter mehrerer Ministerien an, erläuterte Matthias Mann dem Hauptausschuss. Im Gespräch kam heraus, dass das Vorhaben unter dem touristischen Aspekt durchaus über das EU-Programm zur Entwicklung des ländlichen Raumes gefördert werden kann. Eine Kernaussage, die es bislang nicht gab. Zur Erinnerung: Vor einem Jahr hatte das Land das Vorhaben abgelehnt. Ein städtisches Projekt passe nicht ins Programm, mit dem der ländliche Raum gestärkt werden soll, hieß es damals.

Nun gelte es, das Vorhaben an die vorderste Stelle der Prioritätenliste der LAG Rund um den Drömling zu stellen. Der Bürgermeister betonte: „Wir haben nur eine Chance, wenn das Vorhaben prioritär ins Leaderkonzept kommt.“

Aber noch einen Fördertopf hat Matthias Mann ausfindig gemacht. So gebe es Signale, die geplante Wassertretstelle gesondert über die Kurförderung zu bauen.

Jeder Fördertopf wird zwar anders abgerechnet, unterm Strich könne die Stadt bei einer Bewilligung aber von schätzungsweise 60 Prozent Förderanteil ausgehen. Er erinnerte an erste Planungen, wonach das Vorhaben 700 000 Euro kosten sollte. Der Bürgermeister hofft, dass die Pläne auch für 500 000 Euro umsetzbar sind. Somit müsste die Stadt von einem Eigenanteil in Höhe von 150 000 bis 200 000 Euro ausgehen.

Die EU-Förderung ist nur noch bis 2013 möglich. Viel Zeit bleibe nicht mehr. „Wir müssen die Pläne so schnell wie möglich auf den Weg bringen“, drängte der Bürgermeister daher. Bis spätestens Ende Oktober müsse der bewilligungsreife Antrag vorliegen. Nach deren Prüfungen könnte das Geld 2011 oder 2012 in Anspruch genommen werden, schätzte Matthias Mann ein.

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