Letzte Ruhe unter großen Bäumen

Fläche für Urnengräber mit Namensplatten auf dem Klötzer Friedhof geplant

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Etwa 70 Meter ist die Fläche unter den Bäumen auf dem Neustädter Friedhof lang. Sie soll für die Urnenerdbestattung genutzt werden, so die Anregung des Klötzer Ortschaftsrates.

Klötze – Der Klötzer Ortsbürgermeister Hans-Jürgen Schmidt hat ganz klare Vorstellungen davon, wie die Friedhofssatzung in Klötze neu geregelt werden sollte. So möchte er dem Wunsch der Einwohner folgen und neben den Stelen auch andere Möglichkeiten der Urnenbestattung anbieten.

Vor 14 Tagen hatte er Vertreter aus dem Ortschaftsrat zum Ortstermin auf den Neustädter Friedhof eingeladen, um seine Vorstellungen zu konkretisieren.

„Hinter den Stelen ist eine 70 Meter freie Fläche mit Bäumen, da sollen die Urnengräber hin“, informierte Hans-Jürgen Schmidt bei der Ortschaftsratssitzung in der vergangenen Woche. Damit könnte die Stadt auch dem Wunsch nach Bestattungen unter Bäumen nachkommen, der vielfach schon geäußert wurde.

In Gardelegen gibt es auf dem Friedhof schon die Möglichkeit der in den Rasen eingelassenen Platten. Die Flächen können bequem mit dem Rasenmäher gepflegt werden.

Der Klötzer Ortsbürgermeister hatte den Fraktionen eine Möglichkeit gezeigt, auf der Rasenfläche Steinplatten mit Namen zu gestalten. Diese sollten viereckig sein, auch wenn er in seinem Muster runde Platten hatte. „Nur Platten, keine Fassungen und keine Steine“, erläuterte Schmidt. Auf die Platten könnten bis zu vier Namen graviert werden, da die Urnengräber ebenfalls für bis zu vier Urnen ausgelegt werden sollen. Die Platten werden ebenerdig in den Rasen eingelassen, so dass die Pflege einfach ist.

„Da kann mit dem Rasenmäher einfach drübergefahren werden“, erklärte Hans-Jürgen Schmidt, dass keine weitere Grabpflege nötig sei. Den Angehörigen soll trotzdem die Möglichkeit gegeben werden, auf den Platten Blumen niederzulegen. „Es darf aber nichts gepflanzt werden“, betonte der Ortsbürgermeister. Die Blumensträuße würden dann beim Mähen einfach mitgemäht.

Nach den Vorstellungen von Hans-Jürgen Schmidt sollen die Gräber auch nicht in einer Reihe, sondern kreuz und quer auf der Rasenfläche verteilt werden. Die Anordnung der Urnengräber richte sich auch nach den vorhandenen Baumwurzeln, erklärte er im AZ-Gespräch weiter. „Das Ganze soll wie zufällig ausgewählt aussehen, aber natürlich eine Ordnung haben“, betonte Schmidt.

Im März soll im Stadtrat über die Änderung der Friedhofssatzung diskutiert werden. Bis dahin haben die einzelnen Ortschaftsräte Zeit, sich mit dem Thema zu befassen. Die Urnenfelder sollen dann auf Anregung des Klötzer Ortschaftsrates als eine Gestaltungsmöglichkeit mit in die neue Satzung aufgenommen werden.

VON MONIKA SCHMIDT

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