Klötzer Brandschützer kümmern sich um brennenden Blumentopf und fehlgesteuerte Brandmeldeanlage

Feuerwehr eilt in Klötze von Einsatz zu Einsatz

Einen Dachstuhlbrand gab es in der Wasserfahrt am Dienstagnachmittag zum Glück nicht. Die Drehleiter wurde trotzdem in Bereitschaft gestellt.
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Einen Dachstuhlbrand gab es in der Wasserfahrt am Dienstagnachmittag zum Glück nicht. Die Drehleiter wurde trotzdem in Bereitschaft gestellt.

Klötze – In den ersten drei Tagen dieser Woche hatte die Klötzer Feuerwehr bislang ziemlich viel zu tun. Seit Sonntagnachmittag rückten die Einsatzkräfte zu ingesamt sechs Einsätzen aus.

Am dramatischen klang dabei sicherlich die Alarmierung zu einem Dachstuhlbrand im Wohngebiet an der Wasserfahrt am Dienstagnachmittag.

Es war Einsatz Nummer 48 für die Klötzer Wehr in diesem Jahr. Wie Zugführer Stefan Lange berichtet, wurde die Wehr um 15.45 Uhr von der Leitstelle in Stendal alarmiert. Gemeldet war zunächst das Auslösen eines Rauchmelders in einer Wohnung an der Wasserfahrt. Noch während der Anfahrt wurde der Einsatzbefehl geändert: Nun hieß es, dass der Dachstuhl in Vollbrand stehen würde – was sich im Nachhinein aber nicht bewahrheitet. Die Einsatzstufe wurde erhöht und die umliegenden Wehren aus Immekath, Kusey, Wenze, Lockstedt und Hohenhenningen nachalarmiert wurden.

Als die Klötzer Wehr in der Wasserfahrt eintraf, kontrollierte ein Trupp unter Atemschutz die betroffene Wohnung. Als Ursache wurde ein vor sich hin kokelnder Blumentopf mit einer vertrockneten Pflanze ermittelt, der im Wohnzimmer stand. Durch die Rauchwolke war der Rauchmelder angesprungen. Die Einsatzkräfte löschten den Topf kurzerhand in der Dusche ab, berichtet Stefan Lange. Anschließend wurden die Wohnung und das leicht verqualmte Treppenhaus durchgelüftet. Sicherheitshalber hatte die Klötzer Wehr ihre Drehleiter vor dem Neubaublock in sogenannter „Anleiterbereitschaft“ aufgestellt.

Im Einsatz waren insgesamt 43 Feuerwehrleute mit elf Fahrzeugen sowie Polizei und Rettungsdienst.

Sechs Einsätze seit Sonntagabend

Begonnen hatten die stressigen Tage am Sonntagnachmittag mit einem Unfall, bei dem eine Fahrradfahrerin verletzt wurde (wir berichteten). Die Klötzer Wehr leistete der Polizei bei der Unfallaufnahme Amtshilfe. So wurde die Einsatzstelle an mehreren Stellen großflächig ausgeleuchtet und die Beweisaufnahme aus dem Korb der Drehleiter unterstützt, informiert Stefan Lange.

Am Montag ging die Sirene in Klötze um 17.13 Uhr, weil eine Dieselspur beseitigt werden musste. Wieder ging es auf die L 20, kurz vor den Abzweig nach Wenze. Auf einer Länge von etwa 50 Meter wurde die Fahrbahn abgestreut, nachdem ein liegengebliebenes Fahrzeug Kraftstoff verloren hatte. Die Landesstraße wurde für die Zeit des Einsatzes voll gesperrt.

Am Abend um 20.21 Uhr rückte die Wehr dann zu einer Türöffnung ins Wohngebiet An der Wasserfahrt aus. Nachbarn hatten eine Person um Hilfe rufen hören und daraufhin Feuerwehr und Rettungsdienst verständigt.

Brandmelder bei Edeka

Am Dienstagfrüh gingen die Einsätze für die Klötzer Wehr weiter. Kurz vor 7 Uhr löste die Brandmeldeanlage am Edeka-Markt an der Poppauer Straße aus. Um genügend Atemschutzgeräteträger vor Ort zu haben, wurde die Immekather Wehr nachalarmiert. Ein Feuer konnte im Markt aber nicht festgestellt werden, der Brandmelder wurde von den Einsatzkräften zurückgesetzt. Aus Klötze waren sechs Feuerwehrleute, aus Immekath acht Einsatzkräfte ausgerückt.

Nach dem Einsatz in der Wasserfahrt am Nachmittag ging es für die Klötzer Wehr noch einmal zum Edeka-Markt. Um 16.35 Uhr wurde alarmiert, weil der Brandmelder wiederholt auslöste. Die Klötzer Einsatzkräfte kontrollierten die Anlage und setzten sie final zurück. Dafür reichten zwei Feuerwehrleute aus. Es war der 49. Einsatz der Klötzer Wehr in diesem Jahr.

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