Landrat brachte gute und schlechte Nachrichten zur Klötzer Tafelausgabestelle

Fester Zuschuss abgelehnt

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Zuwendungsbescheid gegen Mangold: Landrat Michael Ziche lobte gestern das Engagement der Klötzer Tafelhelfer. Leiterin Martina Huhn (vorn r.) freut sich besonders, dass die Ernte des Tafelgartens gut ausgefallen ist. Das gleicht Lücken aus.

Klötze. Obwohl er seit einem Jahr Schirmherr der Salzwedeler Tafel ist, war Landrat Michael Ziche bislang noch nicht in der Klötzer Ausgabestelle. Das holte er gestern nach und stellte dabei viel Positives fest.

So ist die Ausgabe an der Breiten Straße im Vergleich zu Salzwedel und Gardelegen nicht nur technisch sehr gut ausgestattet, sie wird auch von der Stadt gut unterstützt, lobte der Landrat. Denn während in Salzwedel Miete und Betriebskosten sowie in Gardelegen eine symbolische Miete an den Kreis gezahlt werden müssen, übernimmt in Klötze die Stadt sämtliche Unkosten. „Das ist erheblich und zeigt den Stellenwert, den diese Einrichtung in Klötze hat“, betonte Michael Ziche.

Von Tafelleiterin Martina Huhn und dem Klötzer Team ließ er sich die Räume und die Probleme zeigen. Der Landrat war nicht mit leeren Händen gekommen: Der Sozialausschuss des Kreises hatte einen Zuschuss von 250 Euro bewilligt, allerdings nicht speziell für Klötze, sondern für die gesamte Tafel, wie Tafelhelfer Eberhard Boxhammer auf Nachfrage erfuhr.

„Es ist aber schwierig, den Antrag auf eine dauerhafte Zuwendung zu bewilligen“, hatte Michael Ziche auch eine schlechte Nachricht im Gepäck. Dieser Antrag müsse abgelehnt werden. „Eventuell lässt sich etwas über eine punktuelle Zuwendung machen“, machte der Landrat aber noch ein bisschen Hoffnung. Zudem werde er sich in seiner Aufgabe als Schirmherr bemühen, weitere Geldquellen zu akquirieren, versprach er.

Tafelleiterin Martina Huhn hat derzeit ein ganz anderes Problem: Die Anzahl der Lebensmittelspenden ist deutlich zurückgegangen. Woran es liegt, kann sie sich nicht erklären. Wie gut, dass es auch in Klötze einen funktionierenden Tafelgarten gibt. Er wird über die ABS Drömling betreut und hat eine reiche Ernte eingefahren. Das hilft, um die Lücken, die bei den übrigen Lieferungen entstehen, etwas auszugleichen. Ansonsten hoffen die Tafelhelfer, dass es bald wieder einen Aufschwung an Lebensmittelspenden gibt.

Von Monika Schmidt

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