Weil er keine Antwort aus dem Rathaus bekommt

Klötzer ärgert sich über die Stadt

Hinterlassenschaften vom Sperrmüll liegen auf einer Rasenfläche in Klötze.
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Dass noch Reste vom Sperrmüll auf der Rasenfläche vor seinem Grundstück liegen, ärgert Andreas Kniep aus Klötze.
  • Monika Schmidt
    vonMonika Schmidt
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Über fehlende Kommunikation der Stadt Klötze ärgert sich Einwohner Andreas Kniep. Er hat möchte gern Antworten von der Stadt. Die Verwaltung sichert ihm nach einer Prüfung Antworten zu.

Klötze – „Das Maß ist voll“, ärgert sich Andreas Kniep aus Klötze. „Ich mache jetzt nichts mehr.“ Sein Ärger richtet sich gegen das Rathaus. „Die sehen die Stadt als gleichgültig an. Sie haben kein Interesse für Sicherheit und Ordnung“, schimpft er. Es sind mehrere Punkte, über die sich der Klötzer schon seit einiger Zeit immer wieder aufregt. Dass es in Klötze viel Müll und Unrat am Straßenrand gibt und die Stadt einen ungepflegten Eindruck macht, hatten neben Einwohnern auch schon die Mitglieder des Klötzer Ortschaftsrates kritisiert. Altes Laub, umherfliegende Plastikteile und – seit Corona – viele Masken „verzieren“ das Stadtbild. Immerhin, so hatten Anlieger gelobt, wurden die städtischen Grünflächen an der Breiten Straße inzwischen gesäubert. Andreas Kniep geht das aber nicht weit genug. „Klötze ist ziemlich dreckig“, findet er. Doch er ärgert sich noch über weitere Dinge, bei denen aus seiner Ansicht die Stadt nicht genügend hinterher ist. Als ein Beispiel nennt er die Dauercamper, die auf dem Caravanstellplatz stehen, als ein anderes die Probleme mit dem Waldbad. „Das ist unmöglich, das geht gar nicht“, deutet er seinen Unmut über noch nicht erfolgte Sanierungsmaßnahmen an.

Schon mehrfach Probleme

Andreas Kniep hat sich schon mehrfach mit seinen Anliegen an die Stadt gewandt. So wollte er vor vier Jahren ein Parkverbot an der Otto-von-Bismarck-Straße erreichen, weil parkende Fahrzeuge dort nicht genügend Platz für den übrigen Verkehr lassen. „Da hat sich aber nichts getan“, ärgert er sich. Nach dem Breitbandausbau beschwerte er sich im vergangenen Jahr bei der Verwaltung, dass die Radlader beim Verlegen der Leitungen Spuren auf der Grasnarbe an der Grünfläche vor seinem Haus hinterlassen haben. Es handelt sich um eine kommunale Fläche, um deren Pflege sich der Klötzer bislang kümmerte.

Doch das Rasenmähen will Andreas Kniep jetzt einstellen. Denn er hat zum wiederholten Mal keine Antwort aus dem Rathaus erhalten, beklagt er. Weder auf seine Beschwerde zu den Breitband-Spuren, noch auf seine jüngste Beschwerde zu Sperrmüllhinterlassenschaften. Weil die Straße An der Feuerwehr zu schmal für die Abfuhr ist, lagerte der Sperrmüll auf der kommunalen Grünfläche an der Otto-von-Bismarck-Straße. Doch einiges blieb liegen, weil es sich nicht um Sperrmüll handelte. Andreas Kniep hatte die Stadt gebeten, die Sachen einzusammeln, damit er die Fläche mähen kann. Doch es ist nichts passiert, seit 14 Tagen wartet er auf Aktivitäten. Nun ist das Maß für den Klötzer voll: „Die Grünfläche kann die Stadt künftig selbst mähen“, kündigt er an.

Verwaltung prüft und gibt Antwort

Von der AZ informiert, kündigte Hauptamtsleiter Matthias Reps an, dass sich die Verwaltung mit dem Anliegen beschäftigen wird. Im Sachgebiet Baudienstleistungen werde das Anliegen geprüft. „Der Bürger erhält auf jeden Fall eine Antwort. Wir melden uns bei ihm“, versicherte Matthias Reps.

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