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Fast eine Million Euro investiert

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Landwirte und Radfahrer wird es freuen: Der Hahnenberg-Weg zwischen Kunrau und Jahrstedt soll bald durchgängig befahrbar sein.
Landwirte und Radfahrer wird es freuen: Der Hahnenberg-Weg zwischen Kunrau und Jahrstedt soll bald durchgängig befahrbar sein.

Kunrau. Auf den ländlichen Wegen rings um Kunrau standen die Baumaschinen in den zurückliegenden Wochen nur selten still.

Insgesamt etwa sieben Kilometer des Wegenetzes, teils in Spurbahnen- teils in Bitumenbauweise, lässt das Amt für Landwirtschaft, Flurneuordnung und Forsten (ALFF) Altmark im Rahmen des Kunrauer Bodenordnungsverfahrens seit Juli ausbauen. Laut aktueller Kostenschätzung werden in das 1711 Hektar umfassende Verfahrensgebiet in diesem Jahr etwa 970 000 Euro investiert. „Die Baufirmen sind gut vorangekommen“, schätzt der zuständige Sachbearbeiter im ALFF, Hagen Krietsch, ein.

So sind eine ganze Reihe der ländlichen Wege bereits fertiggestellt, wie etwa der Rappiner Weg (480 Meter), der Jübarer Weg (1360 Meter) und ein Teilstück des Weges nach Altferchau (190 Meter), die alle nah beieinander von der K 1397 abzweigen. „Die Arbeiten am Rappiner Weg schließen eine Buswendeschleife am Ortsausgang ein, die einen Tag vor dem Schulbeginn fertig wurde“, freut sich Krietsch über den rechtzeitigen Abschluss der Arbeiten. Während man nach Rappin auf Bitumen fährt, bekamen die anderen beiden Wege Spurbahnen.

Weit vorangeschritten sind derweil auch die Arbeiten am Weg zum Hahnenberg zwischen Kunrau und Jahrstedt sowie am sich bei Kunrau anschließenden Krügerweg, die alle auf insgesamt mehr als drei Kilometer Länge eine Bitumendecke erhalten. Ein Großteil der Arbeiten ist abgeschlossen, der Rest soll bis Ende Oktober folgen. Am vom Hahnenberg in Richtung Drömling verlaufenden gepflasterten Heuweg werden zudem Teilstücke komplett erneuert.

„Die Wegebauarbeiten im Rahmen des Bodenordnungsverfahrens sind damit aber noch lange nicht abgeschlossen“, kann Krietsch auf eine lange Liste an Wegen verweisen, die in den kommenden Jahren noch ausgebaut werden sollen. So sollen zusammen mehr als zwei Kilometer lange Teilstücke des Verbindungsweges Steimke-Neuferchau Spurbahnen erhalten. Für Kunrau ist zudem eine nördlich vom Dorf verlaufender komplett neuer Spurbahnenweg zwischen der L 23 und der K 1122 geplant. „Ziel ist es, den Ort vom landwirtschaftlichen Verkehr zu entlasten“, erläutert Krietsch. Mit dem Weg zu den langen Dämmen, dem Hegeholzweg und dem Verbindungsweg zwischen dem alten Kunrauer Bahnhof und dem Neuferchauer Weg stehen weitere Wege auf der Warteliste, die neue Spurbahnen bekommen sollen. Der Weg in Richtung des zwischen Kunrau und Jahrstedt liegenden Flugplatzes soll zudem mittels Schotter ertüchtigt werden.

Wann der Ausbau dieser Wege angegangen werden kann, steht allerdings noch nicht fest. „Wahrscheinlich erst 2015, je nachdem wie die Fördermittel fließen“, erläutert Krietsch. Für die Teilnehmergemeinschaft lohnt es sich. Denn der Wegebau wird derzeit mit 90 Prozent von Bund, Land und EU bezuschusst. Vom zehnprozentigen Eigenanteil übernimmt die Stadt Klötze zudem zwei Drittel. „So bleiben für die Grundeigentümer nicht einmal vier Prozent der Kosten übrig“, so Krietsch.

Von Matthias Mittank

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