Land will überflüssige Gleise an der L 22 noch in diesem Jahr ausbauen

15 000 Euro pro Übergang

+
Die Gleise am Ziss werden ausgebaut und die Straße in einem Abschnitt vor und hinter den Schienen grundhaft ausgebaut. Damit hat das holprige Überqueren der nicht mehr genutzten Bahnübergänge bald ein Ende.

Klötze. „Im ersten Halbjahr“, so hieß es noch im März, sollten die Bahnübergänge auf der L 22 am Ziss in Klötze und in Kusey zurückgebaut werden. Nun ist das erste Halbjahr bald rum – und schon will sich das Land nicht mehr so konkret festlegen.

Der Klötzer Bürgermeister Matthias Mann hatte im Hauptausschuss informiert, dass die Landesstraßenbaubehörde für den Rückbau Geld eingestellt hat. Zumindest für die Bahnübergänge an der Landesstraße bestehe damit Hoffnung, dass die Gleise aus dem Straßenkörper gebaut und damit dem holprigen Überqueren ein Ende gemacht ist. Eine Vereinbarung mit der Deutschen Regionaleisenbahn ist getroffen. Ob sich auch an den Übergängen im Kuseyer Gewerbegebiet und an der Straße nach Wenze – beides sind Gemeindestraßen – etwas verändert, konnte der Bürgermeister noch nicht sagen. „Wir warten noch auf eine Rückantwort“, erklärte er. Bevor eine Maßnahme eingeleitet werden kann, müsse klar sein, wer die Kosten dafür trägt. Denkbar wäre es, die beiden Übergänge an den kommunalen Straßen dann zu glätten, wenn die Stadt den Bitumenfertiger für eine Oberflächenbehandlung kaputter Straßen bestellt. Das soll, wie bei der Kuseyer Friedensstraße und der Kunrauer Lindenstraße, in diesem Jahr wieder passieren. Die Zufahrt zur Kunrauer Grundschule wäre dabei eine mögliche Maßnahme. Wie im Vorjahr stellt die Stadt 100 000 Euro dafür in den Etat ein.

Auftraggeber für die Beseitigung der beiden Bahnübergänge an der L 22 ist das Land. „Die fachtechnischen Voraussetzungen für den Rückbau liegen vor“, informierte Manfred Krüger, Regionalbereichsleiter der Landesstraßenbaubehörde in Stendal, auf AZ-Anfrage. „Für den Teilbereich, in dem die Gleisanlage rückgebaut wird, erfolgt ein grundhafter Ausbau der Fahrbahn“, erläuterte er den geplanten Ablauf, um die Sprungschanzen zu beseitigen. Die Kosten dafür belaufen sich auf etwa 15 000 Euro pro Bahnhübergang. „Der Rückbau soll in diesem Jahr erfolgen“, betonte der Regionalbereichsleiter, ohne einen konkreten Termin zu benennen. Im ersten Halbjahr wird das wohl nicht mehr der Fall sein. Obwohl Mitarbeiter der Landesbehörde sich zumindest am Ziss den Bahnübergang schon genau angesehen haben und durch Markierungen auf der Straße anzeigten, wie weit der Abschnitt auf der Straße, der erneuert wird, reichen soll.

Von Monika Schmidt

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare