Gerd Kirchner kritisiert Haltung: Herdentier braucht mehr Bewegung

Esel vor den Karren spannen

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Der Esel im Klötzer Tierpark braucht mehr Beschäftigung und mehr Bewegung. Gerd Kirchner machte Vorschläge.

mm Klötze. Anzeigen Dritter, die der Stadt Klötze eine nicht artgerechte Haltung ihrer Tiere in der Arche Noah vorwerfen, gibt es regelmäßig im Rathaus.

Das sollte durch die Umgestaltung des Tierparks unbedingt abgestellt werden, mahnte Carsten Behrend am Donnerstag im Ortschaftsrat.

Dessen Mitglied Gerd Kirchner gab zwei Beispiele: Der Pfau werde in einem viel zu engen Käfig gehalten. Er brauche mindestens 1000 Quadratmeter Platz, um sich entfalten zu können. In seinem derzeitigen Käfig könne er nicht mal ein Rad schlagen und sein Gefieder voll entfalten.

Noch schlimmer sei die Situation beim Esel. Dass häufiger der Tierarzt konsultiert werden müsse, sei eine logische Folge aus der Haltung, erläuterte Gerd Kirchner. So benötige der Esel einen trockenen Standort mit festem Boden. Stattdessen stehe er im Modder, der eine Ursache für die Hufprobleme sei. Zudem werde der Esel mit zu fettigem Futter gefüttert und er sei ein Herdentier, das nicht allein gehalten werden sollte. „Kein Wunder, dass er so oft krank ist“, resümierte das Klötzer Ortschaftsratsmitglied. Gerd Kirchner regte an, den Esel zu beschäftigen, um seinem Bewegungsdrang nachzugeben. „Der steht nur in seinem Gatter, der müsste eigentlich ganz viel laufen“, erklärte Gerd Kirchner. Er regte an, dass der Tierpfleger den Esel vor den Futterkarren spannen könnte und dann mit Tier und Wagen seine Futterrunde durch die Arche Noah dreht. „Das wäre auch eine Attraktion für die Besucher“, ist Gerd Kirchner überzeugt.

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