Fridolin bringt Familie Franke viel Freude

Esel aus Klötze hat ein neues Zuhause gefunden

Familie Franke freut sich über den tierischen Zuwachs.
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Esel Fridolin hat in Schönwalde ein neues Zuhause gefunden.
  • Birgit Stephani
    vonBirgit Stephani
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Klötze / Schönwalde – Ein wenig skeptisch guckt Fridolin noch daher. Schließlich muss er sich noch an sein neues Zuhause gewöhnen. 

VON CHRISTIAN WOHLT

Seit einem Monat lebt der Esel aus dem Klötzer Tiergehege jetzt bei den Frankes in Schönwalde. Mit Anton hat er schon Freundschaft geschlossen. Der sechsjährige ältere Sohn der Familie kümmert sich liebevoll um das neue, gleichaltrige Familienmitglied. Auch der vierjährige Moritz ist begeistert.

„Wir waren schon länger auf der Suche nach einem Spielkameraden für unsere Kinder“, berichten die Eltern Sarah und Marcel Franke, die hauptberuflich als Krankenschwester und Mitarbeiter des Bauhofs im benachbarten Tangerhütte tätig sind. Über das Internet seien sie dann auf den Esel aufmerksam geworden, den die Stadt Klötze abgeben wollte.

Ihnen sei es wichtig gewesen, dass das Tier gut erzogen, entspannt und kinderlieb ist. Beim Kennenlernen war es von beiden Seiten Liebe auf den ersten Blick. Fridolin erfüllte alle Bedingungen. Als Tierparkbewohner war er ohnehin schon an Menschen gewöhnt.

Am 29. Januar war dann der große Tag gekommen. Familie Franke holte Fridolin persönlich in Klötze ab. Die meiste Zeit musste er bisher im Stall verbringen, denn ab dem Tag nach dem Umzug machte der Winter mit heftigem Frost und Schnee seinem Namen alle Ehre. Umso mehr genoss Fridolin jetzt den Vorfrühling auf der Wiese hinter dem Haus. Mit Anton an der Leine – wer da wen führt, ist nicht immer eindeutig zu erkennen – dreht er auf dem Hof so manche Runden. Das ist nach so wenigen Tagen des Aneinandergewöhnens keine Selbstverständlichkeit. Denn ein Esel hat bekanntlich seinen eigenen Kopf.

Fridolin ist nicht das einzige Haustier auf dem Franke- Hof. Neben Hühnern, Hund, Katze und Meerschweinchen, zählen Schafe zu den Bewohnern. Gemeinsam mit den 24 Muttertieren und 22 Lämmern wird der Esel, sobald es das Wetter erlaubt, sein Sommerquartier auf einer Weide am Dorfrand beziehen.

Marcel Franke hofft, dass er dort nicht nur die nötige tierische Gesellschaft hat, sondern dass er auch dem Wolf Respekt einflößen wird und von einem „Besuch“ seiner Herde abhält. Denn Esel können bekanntlich sehr kampflustig sein, wenn man sie reizt.

Wer Fridolin einen freundlichen Besuch abstatten will, bekommt dazu auch bald die Gelegenheit. Stolz präsentiert Schwiegervater Günter Hentschel ein Schild mit der Aufschrift „Schäfers Ruh“, das er bei der Bank an der Weide anbringen will. Damit möchte er Radler, die auf dem Altmarkrundkurs unterwegs sind, zu einer Rast einladen. Vielleicht wird Fridolin so auch noch zur Touristenattraktion.

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