Stadtrat hat Arbeitsgruppe zum Thema Fotovoltaik gebildet

Energiekonzept für Klötze

Freiflächenfotovoltaikanlagen
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Böden, die für die Landwirtschaft keinen so hohen Wert haben, sollen in der Einheitsgemeinde Klötze für Freiflächenfotovoltaikanlagen genutzt werden.
  • Monika Schmidt
    VonMonika Schmidt
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 „Wir sind auf dem Weg, ein Energiekonzept aufzustellen.“ Das kündigte Bürgermeister Uwe Bartels im Stadtrat an und berichtete über das erste Treffen der Arbeitsgruppe Fotovoltaik.

„Ob dafür auch externe Hilfe nötig ist, wird sich bei den folgenden Sitzungen zeigen“, teilte er weiter mit. Andere Kommunen, zum Beispiel Gardelegen, so wusste er, haben für das Erstellen des Konzeptes einen externen Planer dazugezogen. Die Klötzer Stadträte wollen zunächst einmal versuchen, ohne externe Hilfe auszukommen. In der Arbeitsgruppe ist aus jeder Fraktion ein Mitglied vertreten, dazu der Bürgermeister und sein Sachgebietsleiter Bau, Gordon Strathausen.

Entstanden ist die Idee, eine Arbeitsgruppe zu gründen, die Festlegungen zur künftigen energetischen Ausrichtung der Stadt trifft, als immer mehr Investoren Anträge für die Errichtung von Freiflächen-Fotovoltaikanlagen im Gebiet der Einheitsgemeinde eingereicht hatten. Wie auch in anderen Kommunen, zum Beispiel in Salzwedel, gehen die Meinungen in den einzelnen Orten dabei auseinander. Deshalb hatte sich der Stadtrat entschieden, keine weiteren Anträge aufzunehmen, sondern zunächst selbst Festlegungen zu treffen, was überhaupt gewünscht ist.

So soll die Arbeitsgruppe klären, in welcher Größenordnung überhaupt auf dem Gebiet der Stadt solche Anlagen errichtet werden sollen. Außerdem legt die Stadt Klötze die Flächen fest, auf denen der Aufbau möglich ist. Dabei wird unter anderem großen Wert auf den Bodenrichtwert der Fläche gelegt. Schließlich sollen gute Böden auch weiterhin der landwirtschaftlichen Nutzung vorbehalten sein. Flächen, die sich nicht so gut für die landwirtschaftliche Bewirtschaftung eignen, könnten stattdessen als Standorte für Fotovoltaik aufgenommen werden.

Die Arbeitsgruppe berät nach Informationen von Uwe Bartels auch über weitere Punkte, die bei der Errichtung beachtet werden müssen. So sind die Größe und Höhe der Anlage, der Winkel der Solarplatten sowie der Blendfaktor weitere Punkte, die beachtet werden müssen. „Solche Kriterien müssen die künftigen Betreiber dann berücksichtigen“, kündigte Uwe Bartels an.

Als Ziel stellt er sich vor, dass die Arbeitsgruppe bis etwa Mitte des kommenden Jahres so weit ist, dass das Energiekonzept im Stadtrat vorgestellt werden kann.

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