Stadträte stimmen für den fünften Entwurf

Einstimmig: Klötzer Stadtrat beschließt Resolution gegen den Wolf

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Bürgermeister Uwe Bartels (r.) übergab am Mittwochabend am Ende der Klötzer Stadtratssitzung die frisch beschlossene Resolution gegen den Wolf gleich an die beiden Klötzer Landtagsabgeordneten Uwe Harms (CDU) und Jürgen Barth (SPD, l.).

Klötze. Im fünften Anlauf hat der Klötzer Stadtrat am Mittwochabend die Resolution zum „Konfliktpotenzial Wolf-Mensch“ beschlossen – einstimmig und ohne weitere Diskussionen. 

Um 19.06 Uhr fragte Stadtratsvorsitzender Klaus Ewertowski, ob es noch Redebedarf gebe. Den hatten die Stadträte nicht, so dass um 19.07 Uhr die Resolution beschlossen war. Einstimmig, bei drei Enthaltungen von Jürgen Barth, Carsten Behrend (beide SPD) und Stefan Thodte (Linke). 

Während in den Sitzungen zuvor die Stadträte noch ausführlich über das Für und Wider des Wolfes debattiert hatten, einzelne Abgeordnete begründeten, warum sie für oder gegen das Schreiben sind, wurde am Mittwochabend geschwiegen. Aber immerhin das von Klaus Ewer-towski gewünschte eindeutige Votum des Stadtrates für die Resolution erreicht. Er hatte in der März-Sitzung den Beschluss verschoben, da er bei einer Abstimmung keine deutliche Mehrheit für die Resolution befürchtete. Die Formulierung wurde erneut überarbeitet. Im Hauptausschuss hatte dann die SPD-Fraktion eine weitere Änderung beantragt, bis für die Sitzung am Mittwochabend die nunmehr fünfte Fassung der Resolution abstimmungsreif vorgelegt wurde. 

Unmittelbar nach dem einstimmigen Beschluss des Stadtrates zur Wolfs-Resolution unterzeichneten Bürgermeister Uwe Bartels und Stadtratsvorsitzender Klaus Ewertowski das nicht mehr diskutierte Papier. 

Die Landesregierung wird damit aufgefordert, „weitergehende Maßnahmen als bisher in die Wege zu leiten, um das Konfliktpotenzial Wolf-Mensch in den Griff zu bekommen und verbindliche Regelungen zu schaffen. “ Problemwölfe, die Weidetiere reißen und sich Menschen bedrohlich nähern, sind konsequent zu entnehmen. Schäden durch Wölfe sind vorbehaltlos zu ersetzen, der Wolf ist in das Landesjagdrecht aufzunehmen, der Bestand ist auf ein verträgliches Maß zu regulieren. Auf Bundesebene soll sich dafür eingesetzt werden, dass auf EU-Ebene eine regelmäßige Überprüfung des FFH-Schutzstatus mit dem Ziel erfolgt, den Wolf vom Anhang IV (strenger Schutz europaweit gefährdeter Arten) in Anhang V (Entnahme aus Natur und Nutzung sind Gegenstand von Verwaltungsmaßnahmen) zu überführen.

Nach dem Beschluss des Stadtrates unterzeichneten Stadtratsvorsitzender Ewertowski und Bürgermeister Uwe Bartels die Resolution und übergaben sie direkt an die beiden Stadträte, die auch im Landtag sitzen. Da es nur ein Exemplar der Resolution gab, überließ es Jürgen Barth, der sich enthalten hatte, Uwe Harms, der an der Formulierung aktiv mitgewirkt hatte, die Resolution mit nach Magdeburg zur Landesregierung zu nehmen.

Von Monika Schmidt

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