Eltern beim Schwimmen stärker in die Pflicht nehmen

Badespaß im Klötzer Waldbad: Der Stadtrat beschloss eine neue Badeordnung und betonte dabei die Aufsichtspflicht der Eltern.

mm Klötze. Als neue Einheitsgemeinde betreibt die Stadt Klötze zwei Freibäder, nämlich das in Klötze und das in Kunrau. Der Stadtrat musste deshalb eine neue Badeordnung beschließen. Die Eintrittspreise sind von den Änderungen nicht betroffen.

Aus aktuellem Anlass, wegen eines Vorfalls in Gardelegen, wurde auf Vorschlag der CDU-Fraktion ein weiterer Passus in die Badeordnung aufgenommen. „Die Eltern sollen stärker in die Pflicht genommen werden“, erläuterte Bürgermeister Matthias Mann die Veränderung, die erst nach der Hauptausschusssitzung aufgenommen wurde. Deshalb wurde der Passus der Aufsichtspflicht bei Kleinkindern und Kindern unter sechs Jahren erweitert: „Die Wasseraufsicht entbindet die Eltern beziehungsweise die begleitenden Personen nicht von der Aufsichtspflicht der von ihnen betreuten Kinder“, lautet die zusätzliche Formulierung, die von den Stadträten sofort akzeptiert wurde.

Ergänzt wurde die Satzung zudem um einen weiteren Satz, der sich mit der Benutzung der Nichtschwimmerbecken beschäftigt: Geregelt ist immer schon, dass Nichtschwimmer nur das Nichtschwimmerbecken benutzen dürfen. Die Kinderplanschbecken sind den Kindern vorbehalten. „Diese Becken werden nur kontrolliert, aber nicht ständig durch die Wasseraufsicht bewacht“, wurde als Ergänzung in die Badeordnung aufgenommen.

Bereits im Hauptausschuss hatten sich die Mitglieder darauf verständigt, die Badesaison nicht zu konkret zu fassen. So heißt es nun in der Satzung, dass die Freibäder im Mai öffnen und im September wieder schließen. In der ersten Fassung war von Mitte Mai bis Mitte September die Rede, das erschien den Hauptausschussmitgliedern zu eng gefasst, zumal bei schönem Wetter durchaus von Anfang Mai bis Ende September gebadet werden könne.

Carsten Behrend hatte sowohl im Hauptausschuss als auch im Stadtrat vorgeschlagen, einen Satz aus der alten Klötzer Badeordnung in die neue Fassung zu übernehmen. Dort war geregelt, dass die Öffnungszeiten des Waldbades nicht nur an der Badeanstalt selbst, sondern auch im Aushangkasten am Rathaus bekannt gemacht werden. Viele Badbesucher könnten sich den Weg zum Waldbad sparen, wenn sie bereits am Rathaus darüber informiert werden, dass das Bad beispielsweise witterungsbedingt geschlossen ist. Die Regelung hielten Verwaltung und Stadtratsmitglieder für nicht so praktikabel. „Die Badeordnung gilt für beide Bäder, da ist dieses Verfahren schwierig“, hatte Hauptamtsleiter Christian Hinze-Riechers erklärt. Zumal wohl kaum jemand von außerhalb zunächst zum Rathaus fahre, um dort nach den Öffnungszeiten zu sehen. Dann könne er auch den Weg bis zum Waldbad nehmen, begründete der Hauptamtsleiter. Zumal es in beiden Freibädern Telefon gebe, sodass, wer es genau wissen will, in den Bädern anrufen kann, ob und wie lange geöffnet ist. Der Antrag von Carsten Behrend, die Badeordnung um den Aushang am Rathaus zu ergänzen, wurde im Stadtrat mit zwei Ja-Stimmen und zwei Enthaltungen mehrheitlich abgelehnt.

Eine weitere Frage von Carsten Behrend konnte bereits im Hauptausschuss geklärt werden: Neu in die Badeordnung aufgenommen wurde der Passus, dass Ballspiele und andere Spiele nur an den dafür vorgesehenen Plätzen gestattet sind. Dieser Absatz wurde vor allem aufgenommen, so Christian Hinze-Riechers, weil sich immer wieder mal Badegäste von Ballspielern auf der Liegewiese gestört fühlen. Durch den Absatz in der Badeordnung bekommt der Schwimmmeister eine Handhabe, um einschreiten zu können. Diese Begründung stieß auf Zustimmung. Der Stadtrat beschloss die Badeordnung einstimmig.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare