LED-Umstellung ist noch nicht erfolgt

Einwohner klagen über dunkle Straßen in Klötze: Leuchtmittel sind altersschwach

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Wer am Abend in der Klötzer Innenstadt unterwegs ist, sollte als Fußgänger eine Taschenlampe dabei haben. Die Gehwege liegen häufig komplett im Dunkeln. Stolperfallen, wie Treppenstufen, werden dann meist erst spät erkannt.

Klötze. In der Vorweihnachtszeit ist auf den Klötzer Straßen auch mit Einbruch der Dunkelheit noch viel Betrieb: Die Einwohner machen letzte Erledigungen vor dem Fest oder treffen sich zu Weihnachtsfeiern. Wer schlau ist, hat dabei als Fußgänger eine Taschenlampe dabei.

Denn besonders an regnerischen Tagen ist am Abend der Gehweg – und die damit verbundenen Stolperfallen – nicht zu erkennen.

Mehrere Einwohner haben die Altmark-Zeitung auf die dunklen Straßen schon angesprochen. Nicht nur die Durchgangsstraße mit Breite Straße und Bahnhofstraße ist betroffen, Klagen gibt es auch aus den Wohngebieten Wasserfahrt und Hegefeld. Die fehlende Beleuchtung entlang der Klötzer Ortsdurchfahrt hat auch schon den Ortschaftsrat beschäftigt. Die Mitglieder bemängelten die Dunkelheit zwischen den beiden Kreiseln, aber auch im weiteren Straßenverlauf.

Der einzige helle Fleck entlang der Klötzer Ortsdurchfahrt ist neben dem Altmarksaal, wo ein gelber Strahler den Eingang der Volksbank beleuchtet und damit auch den Gehweg erhellt.

Ob das ein Fakt der viel diskutierten LED-Umstellung sei, wurde gefragt. In den Gesprächen vermuteten die Einwohner aber auch, dass es einen Zusammenhang mit der Weihnachtsbeleuchtung geben könnte: Dort, wo die Weihnachtsbeleuchtung hängt, scheint es dunkler zu sein als früher. Eine Vermutung, die vom Klötzer Bau- und Ordnungsamtsleiter Ulf Dittfach ganz klar zurückgewiesen wird. „Eine Umstellung der Beleuchtungsart auf LED ist in diesen Straßen noch nicht erfolgt und kann deshalb als Ursache dieses Eindrucks ausgeschlossen werden. Ursächlich ist auch nicht die öffentliche Weihnachtsbeleuchtung. Ursache ist vielmehr ein Verbrauch des Leuchtmittels aufgrund des Alters“, erklärt Ulf Dittfach.

Das sei ein Effekt, der derzeit zum Beispiel auch aus Hohenhenningen an die Stadt gemeldet wurde. Auch dort scheint die Straßenbeleuchtung dunkler als vorher zu sein, weil die Glühlampen einfach das Ende ihrer Lebensdauer erreicht haben. „Dort, wo es sich anbietet und wirtschaftlich vertretbar ist, werden die Leuchtmittel noch aus Restbeständen ersetzt“, informiert Ulf Dittfach.

Für die Klötzer Durchgangsstraße mit ihrer Vielzahl an Straßenlaternen sei das aber nicht machbar. Zumal durch das Auswechseln der HQL-Leuchtmittel auf LED auch ein genau gegensätzlicher Effekt, nämlich, dass das Licht zu hell ist und blendet, erreicht werden könnte. „LED-Licht verfügt gegenüber Licht aus herkömmlichen HQL- oder Natriumdampflampen über eine wesentlich höhere Lichtdichte, weshalb der Einsatz von neuen LED-Leuchtkörpern gut geplant sein will, um nicht Leuchtpunkte mit zu ungelenktem, zu hellem oder zu breit streuendem Licht zu schaffen“, erklärt der Klötzer Amtsleiter.

Grundsätzlich werden bei neu errichteten Anlagen nur noch LED-Leuchten eingebaut, zum Beispiel derzeit an der Ziegelstraße oder im Bereich Busbahnhof / Hagenstraße. Komplett umgestellt auf LED ist bislang nur die Straßenbeleuchtung in Quarnebeck, weitere Orte sollen aber in den kommenden Jahren folgen. Die Verwaltung plant für die Klötzer Kernstadt derzeit keine Erweiterung der Straßenlaternen. Stattdessen soll am Austauschen der herkömmlichen Leuchtmittel in LED weiter gearbeitet werden.

Von Monika Schmidt

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