Klötze noch ohne Haushalt für 2021

Klötze: Ortsbudget muss gekürzt werden

Der Wenzer Ortsbürgermeister Marco Wille
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Marco Wille erläuterte die schwierige Haushaltslage der Stadt Klötze.
  • Monika Schmidt
    VonMonika Schmidt
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Die Haushaltslage in der Stadt Klötze ist so angespannt, dass beim Ortsbudget gekürzt werden muss.

Klötze / Wenze – „Die Gestaltung des Haushaltes ist in diesem Jahr kompliziert.“ Es war kein Geheimnis, das Marco Wille am Donnerstagabend bei der Wenzer Ortschaftsratssitzung ausplauderte. Die Einheitsgemeinde Klötze hat aufgrund vieler Faktoren in diesem Jahr noch keinen Haushalt beschlossen, dabei ist schon September (AZ berichtete). Im Hauptausschuss steht das Thema das erste Mal öffentlich auf der Tagesordnung. Aber von einem Beschluss scheinen die Kommunalpolitiker der Einheitsgemeinde noch meilenweit entfernt. „Ein genehmigungsfähiger Entwurf ist nicht so einfach zu erstellen. Wir sind sehr besorgt“, fasste Marco Wille die Lage der Stadträte zusammen. Er ist nicht nur Ortsbürgermeister, sondern auch UWG-Fraktionsvorsitzender im Stadtrat. Eine erste Beratung und zwei Klausurtagungen der Fraktionen und Ortschefs zum Haushalt gab es im Juli und August während der Sommerpause bereits. Nun ist es Aufgabe der Ortsbürgermeister und Stadträte, die notwendigen Kürzungen und Erhöhungen in den Ortschaftsräten zu vermitteln. Der Wenzer Rat war bislang der Einzige, der öffentlich über die Problematik sprach. „Die Verwaltung hat Einsparungsmodelle vorgeschlagen, um den Haushalt auf solide Füße zu stellen“, berichtete Marco Wille. Ein Punkt ist dabei das Ortsbudget. Vier verschiedene Modelle sind für die Zukunft vorgeschlagen. Bislang gibt es für jede Ortschaft drei Euro pro Einwohner sowie einen Sockelbetrag von 500 Euro. Für diesen hatte sich damals vor allem Marco Wille mit seiner UWG, in der viele Ortsbürgermeister Mitglied sind, starkgemacht. Nun muss er seinen Ortschaftsräten klarmachen, dass so viel Geld nicht mehr für die Orte zur Verfügung gestellt werden kann.

Nur ein kleiner Tropfen

„Der Haushalt braucht in allen Bereich Einsparungen“, betonte Marco Wille und kündigte an, dass auch sämtliche Satzungen auf den Prüfstand gestellt werden. Er empfahl als „klares Zeichen guten Willens“ der Ortschaftsräte die Variante 2,50 und 250 Euro. Obwohl die eingesparten 8320,50 Euro nur ein sehr kleiner Tropfen seien, „jeder Euro zählt“, so Marco Wille. Gelten sollte die Regelung nach seiner Ansicht aber nur für dieses Jahr, für den Haushalt 2022 müsse neu beraten werden.

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