Mit fast 28.000 Besuchern war die Badesaison in Klötze erfolgreich / Anlage ist winterfest

Einige Reparaturen sind nötig

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Während Heinz Köhler (r.) die Eisdruckpolster am Beckenrand aufreiht, hat Schwimmmeister Roland Gille schon mal mit dem Verketten der einzelnen Elemente begonnen. 280 Stück müssen ins große Schwimmerbecken eingesetzt werden, damit das Becken winterfest ist.

Klötze. „Wir sind fast durch“, erklärt der Klötzer Schwimmmeister Roland Gille zum Thema Winterfestmachung des Waldbades. „Die Filter sind durchgespült, die Pumpen sind aus."

In dieser Woche ist er damit beschäftigt, gemeinsam mit seinem Mitarbeiter Heinz Köhler die Eisdruckpolster in die Becken zu bringen.

Allein für das große Schwimmerbecken müssen 280 der schwarzen Polster aus dem Lager antransportiert, aufgereiht und miteinander verkettet werden. Die Druckpolster stellen sicher, dass das Wasser im Becken im Winter nicht zufriert und zu große Spannung auf den Beckenrand ausgeübt wird. Das Wasser wird aus dem großen Becken nicht abgelassen, während des Winters verdunstet allerdings noch ein Teil. Überschüssige Chlorgasflaschen sind abgeholt, so dass das Bad bald für den Winter verschlossen werden kann.

Mit fast 28.000 Besuchern wurden in diesem Jahrhundertsommer auch im Klötzer Bad Rekordwerte erreicht. Dabei war die Badesaison nicht länger, als in anderen Jahren, betont Roland Gille. Aber während es in anderen Jahren längere Schlechtwetterphasen mit weniger Besuchern gab, herrschte in diesem Jahr nahezu rund um die Uhr Hochbetrieb. Für die Schwimmmeister und Rettungsschwimmer, die die Badegäste beaufsichtigen, war das durch den großen Andrang eine besondere Herausforderung. „Wir hatten 400 bis 500 Besucher am Tag im Schnitt“, wertet Roland Gille aus. Damit war die Badesaison 2018 die erste, in der durchgängig viel los war im Bad.

Damit auch die nächste Badesaison ein Erfolg werden kann, muss nicht nur das Wetter mitspielen. Es sind auch einige Reparaturen nötig. Das Bad ist mit seinen 90 Jahren doch schon in die Jahre gekommen. Besonders das Kinderplanschbecken bereitet dem Schwimmmeister dabei Kopfzerbrechen. Aber auch im Nichtschwimmerbecken ist der Wasserverlust ein Problem. „Da müssen wir uns etwas einfallen lassen“, so Roland Gille. Er hofft, dass die Stadt von dem für dieses Jahr im Etat eingeplanten Geld noch etwas in das Bad investiert.

Im Ortschaftsrat wurde auch das Thema Beheizen über eine Fotovoltaikanlage auf dem Dach des Sozialgebäudes angesprochen. „Bei so einer Saison wie in diesem Jahr ist das natürlich nicht nötig“, weiß Roland Gille. Bei kälteren Sommern könnte warmes Wasser aber dazu beitragen, die Badesaison in Gang zu bringen und bis Ende September zu verlängern.

Von Monika Schmidt

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