Eine Süßkirsche im Arboretum

Mit Unterstützung des Auszubildenden Philipp Reichelt pflanzte der Klötzer Bürgermeister Matthias Mann (r.) eine Vogelkirsche.

Klötze - Von Peter Lieske. Die Vogelkirsche, und zwar die Wildform der Süßkirsche, wächst seit gestern im Arboretum an der Lehrlingsausbildungsstätte Zartau im Klötzer Forst. Der Klötzer Bürgermeister Matthias Mann hatte sie dort nach einer einstündigen Waldexkursion gepflanzt.

Zum Tag des Baumes konnte Helmut Jachalke, Leiter des Betreuungsforstamtes Westliche Altmark, gestern 150 Gäste begrüßen, nachdem die Klötzer Jagdhornbläser zum Sammeln geblasen hatten.

Ein erholsamer Spaziergang schloss sich an. An einem Lärchenbestand fesselte Lehrlingsausbilder Horst Kamieth die Gäste mit einem spannenden, unterhaltsamen und historischen Vortrag über den Klötzer Forst, die Forststrukturreformen der vergangenen 100 Jahre und über die Vorzüge des Mischwaldes am Beispiel des Lärchenbestandes mit Unterbau an Hainbuche, Eiche und Bergahorn.

An einer Lichtung berichtete der Kuhfelder Revierförster Ralf Knapp über die Weißtanne und die aus Nordamerika stammende Küstentanne, die aufgrund des Klimawandels in Mitteleuropa heimisch werden könnte.

Die Waldexkursion endete im Arboretum. Dort nutzten mehrere Gäste das sonnige Wetter, um sich auf dem trockenen Rasen ein Päuschen zu gönnen. Derweil informierten drei Auszubildende über den Kirschbaum, dessen Blüte etwa fünf Tage dauert. Viele Besucher wussten, dass am 4. Dezember geschnittene Kirschzweige Weihnachten blühen und diese Barbarazweige genannt werden. Nur wenige wussten hingegen, dass die Kirsche auch in 2 000 Metern Höhe im Kaukasus blüht. Vor seinem Pflanzwerk wartete Bürgermeister Matthias Mann mit einer kleinen Anekdote auf. So habe er als auszubildender Landwirt die Forstwirte beneidet, denn sie mussten nicht wie der Bauer im Herbst ernten, was sie im Frühjahr ausgesät haben. Nachdem er dem Baum eine gute Zukunft wünschte, erwiderte Helmut Jachalke: „Möge sich die Stadt Klötze genauso prächtig entwickeln wie die Kirsche.“

Nach dem informationsreichen Ausflug rund um den Zartau ging es zurück zur Lehrlingsausbildungsstätte. Dort konnten sich die Gäste stärken, aber auch Brennholz kaufen, denn der nächste Winter kommt bestimmt.

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