Oebisfelder können nun im Kreis fahren / Gestern wurde Kreisel übergeben

Eine runde Sache

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Viele Oebisfelder hatten diesen Moment sehnlichst erwartet: Gestern Mittag durchschnitten Bürgermeisterin Silke Wolf und Ortsbürgermeister Sven Groneberg das rote Band und gaben damit den neuen Kreisel in der Allerstadt frei.

Oebisfelde. Der Landesbetrieb Bau darf zum Banddurchschneiden ruhig jedes Jahr nach Oebisfelde kommen, meinte Bürgermeisterin Silke Wolf gestern bei der Freigabe des neuen Kreisels in der Allerstadt.

Im vergangenen Jahr habe die Umgehungsstraße für den Ortsteil eine Verkehrsberuhigung gebracht, nun sei durch das Rondell mit einem besseren Verkehrsfluss zu rechnen, so das Stadtoberhaupt. Wenn es nach dem Willen von Stadtrat Klaus Gerike ginge, so stünde schon fest, dass das nächste Band im kommenden Jahr irgendwo zwischen Buchhorst und Wassensdorf zerschnitten wird. Er nutzte die Freigabe des Kreisels, um noch einmal an den desolaten Zustand der Landesstraße zwischen den beiden Orten zu erinnern. Demonstrativ hielt er eine Bake in die Höhe, um die Vertreter des Landesbetriebs Bau, die Kommunalpolitiker und die anwesenden Oebisfelder auf die Straßenproblematik hinzuweisen. Gut zwei Dutzend Einwohner waren zur Eröffnung des Kreisels gekommen, die von vielen sehnlichst erwartet wurde. Gut viereinhalb Monate war der Verkehrsknotenpunkt an der Kreuzung Gardelegener Straße / Bahnhofstraße, an der sich die alte Bundesstraße 188 und die Landesstraße 24 treffen, voll gesperrt. Wer durch Oebisfelde fuhr, musste sich seinen Weg durch die Innenstadt suchen. Und auch wenn für den Fernverkehr eine Umleitungsroute ausgeschildert war, so standen doch öfter Lkw vor der Baustelle (siehe Infokasten). Nun kann der Verkehr wieder ungehindert durch Oebisfelde rollen. Vorerst zumindest. Denn im kommenden Jahr steht noch die Fahrbahnsanierung an der Stendaler Straße an. Noch bis Ende Mai müssen letzte Restarbeiten im Bereich der Gehwege und bei der Gestaltung des Kreisels erfolgen. So ist auf dem Rondell eine Bepflanzung mit blühenden Sträuchern vorgesehen. Zudem werden etwa 15 Findlinge den Kreisel zieren. Für den Bau des Kreisels eingeplant waren 660 000 Euro. Und diese Summe, so teilte das Verkehrsministerium in Magdeburg mit, wurde auch eingehalten. Etwa 300 000 Euro steuerte der Bund bei, 200 000 Euro zahlte das Land Sachsen-Anhalt und 160 000 Euro übernahm die Einheitsgemeinde.

Von Norman Reuter

Fotostrecke vom Bau und der Eröffnung

Eröffnung und Bau des Oebisfelder Kreisels

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