Kunraus Ortsbürgermeister ärgert sich über Schmierereien am Schloss / Zivilcourage eingefordert

„Eine riesengroße Sauerei“

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Mit bunten Schriftzügen wurde die Nordseite des Kunrauer Schlosses beschmiert. Weil die Äste der Hängebuche die Wand verdeckten, wurden die Schmierereien zunächst nicht entdeckt. Ortsbürgermeister Uwe Bock ist ärgerlich darüber.

Kunrau. „Es ist einiges passiert im Ort, aber das Schlimmste waren die Schmierereien“, begann der Kunrauer Ortsbürgermeister Uwe Bock seinen Bericht bei der Ortschaftsratssitzung.

Und dann redete er sich so richtig in Rage: „Ich finde das eine riesengroße Sauerei, wie mit öffentlichen Gebäuden umgegangen wird“, erklärte er. Dass das Schloss beschmiert wurde (wir berichteten), war zunächst gar nicht entdeckt worden, da die Zweige der Hängebuche an der Nordseite die Wände bedecken. Aber auch die Grundschule und das Sportzentrum seien im selben Zeitraum beschmiert worden, berichtete Uwe Bock.

Schon Anfang März hatte es Sachbeschädigungen am Schloss gegeben, erinnerte der Ortsbürgermeister. Unter anderem wurden mit dem Schraubenzieher Zeichen in die Fassade geritzt. Uwe Bock appellierte an die Einwohner, Zivilcourage zu zeigen. Schließlich seien die Beseitigungen der Sachbeschädigungen auch immer mit hohen Kosten verbunden. Diese könnten vermieden werden, wenn Einwohner ihre Beobachtungen rechtzeitig bei der Polizei oder direkt beim Ortsbürgermeister melden. „Manchmal reicht es schon, wenn man einen Namen hat“, weiß Uwe Bock aus Erfahrung. Schnell würden die Täter dann auch ihre Komplizen benennen. „Wer Kinder durchs Dorf ziehen sieht“, so appellierte Uwe Bock, sollte besonders aufmerksam sein.

Er frage sich, ob dies der Dank der Kunrauer Jugend sei, dass sich der Ortschaftsrat für einen Bolzplatz auf dem Rasen des Schlossparks eingesetzt hatte. Damit wollte Uwe Bock nicht sagen, dass es Nutzer des Bolzplatzes gewesen seien, die die Wände beschmiert hatten. Aber er würde sich generell von den Einwohnern, ob junge oder ältere, wünschen, dass die das öffentliche Eigentum mehr in Ehren halten.

Uwe Bock ärgerte es auch, dass von spielenden Kindern oder Jugendlichen Fallobst von den Bäumen im Park gegen die Wände des Schlosses geworfen wird. „Das Schloss ist das Aushängeschild unseres Ortes“, appellierte er, dass diese aus Langeweile gemachten Beschädigungen schnell ein Ende haben müssten. „Zuhause machen die Kinder das doch auch nicht“, vermutete er und appellierte an die Eltern, mit ihrem Nachwuchs ein ernstes Wort zu reden.

Von Monika Schmidt

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