Eine neue Friedenseiche

Die neue Friedenseiche am Parkeingang pflanzten (v. l.) Uwe Bock, Klaus Lessing, Kay Krieger und Siegfried Schlürscheid sowie Ralf Kuske (nicht im Bild).

Kunrau - Von Peter Lieske. „Die Freude war groß.“ Mit diesen Worten erinnerte der Kunrauer Ortsbürgermeister Uwe Bock am Sonnabend an das Ende des Deutsch-Französischen Krieges 1870/71. Die Kunrauer hatten allen Grund zur Freude, denn lediglich zwei Verwundete waren aus den Reihen der Kunrauer Soldaten, die in den Krieg geschickt wurden, zu beklagen. Und so wurde aus Dankbarkeit wie vielerorts in Deutschland an der Hauptstraße in Kunrau eine Friedenseiche gepflanzt, berichtete Uwe Bock.

Der Baum wurde 139 Jahre alt. „Die Eiche drohte einzugehen“, erinnerte der Bürgermeister. Und so hatte sich die Gemeinde im vergangenen Jahr dazu entschlossen, den historischen Baum herunterzunehmen.

Nur etwas jünger als die Eiche ist der Männerchor Concordia Kunrau. Vor 120 Jahren wurde er gegründet. Zum Sängerfest bot sich nun die Gelegenheit, eine neue Friedenseiche zu pflanzen, stellte Uwe Bock am Eingang zum alten Park fest. Genau dort, im Blickfeld des Schlossturmes, versammelten sich die Sänger am Sonnabend, um die neue junge Eiche am Tor zum Drömling zu pflanzen. Der Gedenkstein, der an der alten Friedenseiche an der Hauptstraße stand, wurde dorthin umgesetzt. Mit vereinten Kräften machten sich Vertreter des Ortschaftsrates und des Männerchores an die Arbeit. Ratsmitglied Kay Krieger hielt den Baum fest, Chorvorsitzender Siegfried Schlürscheid und sein Stellvertreter Klaus Lessing verfüllten das Loch mit Muttererde und der Ortsbürgermeister wässerte den Baum. Schließlich verdichtete Ratsmitglied Ralf Kuske den Boden, sodass der Baum gut anwachsen und gedeihen kann. „Wir hoffen, dass wir mit dieser Eiche dazu beitragen, dass es nie wieder einen Krieg auf deutschem Boden geben wird“, stellte der Bürgermeister mit Blick auf die junge Eiche fest.

Zum feierlichen Anlass sang der Chor ein Lied, um sich dann dem eigenen Jubiläum zu widmen.

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