1. az-online.de
  2. Altmark
  3. Klötze

Chance, die Stadträte vom Kunrauer Bad zu überzeugen

Erstellt:

Von: Monika Schmidt

Kommentare

ein gelbes Gebäude
Die Mitglieder des Kunrauer Freibadfördervereins haben unter anderem den Eingangsbereich zum Sanitärgebäude neu gestaltet. © Monika Schmidt

Einige Klötzer Stadträte stehen dem Kunrauer Freibadförderverein kritisch gegenüber. Beim Familienfest am 16. Juli sollen sie vom Gegenteil überzeugt werden.

Kunrau – Mit einem großen Familienfest will der Förderverein für das Kunrauer Freibad am 16. Juli zeigen, was sich auf dem Gelände alles getan hat. Für die Mitglieder des Klötzer Stadtrates wäre das eine gute Gelegenheit, mit den Aktiven ins Gespräch zu kommen und sich aus erster Hand über die Pläne des Vereins zu informieren. Denn bei der jüngsten Stadtratssitzung in Klötze gab es wieder einmal eine Diskussion zu dem Thema. Diese mündete darin, dass Stadtratsmitglied Thomas Mann forderte, „dem Förderverein Einhalt zu gebieten, damit er keine Unsummen in das Grundstück versenkt, wenn die Stadt es doch in einem Jahr verkaufen will.“ Dabei war von einem Verkauf des Geländes keine Rede. Bürgermeister Uwe Bartels teilte einzig auf Nachfrage des Stadtratsmitglieds aus Kusey mit, dass inzwischen Kostenschätzungen für eine Badsanierung vorliegen, „aber wir müssen auf Fördermittel warten.“ Ansonsten verwies der Bürgermeister auf die Arbeitsgruppe „Bad“ des Stadtrates, die die Vorbereitungen treffe, damit sich der Stadtrat mit dem Thema beschäftigen kann. Allerdings hat die Arbeitsgruppe bislang nur einmal, Ende November, getagt, wie auch der Fördervereins-Vorsitzende Robert Liebelt gegenüber der AZ kritisiert. Joachim Klabis erinnerte im Stadtrat daran, dass die AG tagen wolle, wenn ein Kostenvoranschlag für eine Becken-im-Becken-Variante vorliegt. „Von unserem Planer liegt noch kein Konzept vor“, stellte Hauptamtsleiter Matthias Reps im Stadtrat klar. Die 1,2 Millionen Euro, über die diskutiert werde, sei die Variante der Kunrauer. „Wir haben auf Eigeninitiative und ohne Wissen der Stadt einen eigenen Planer beauftragt“, bestätigt Robert Liebelt. Der Förderverein wollte einen Zahlenvergleich haben und erfahren, ob die Gesamtsumme durch Eigenleistungen reduziert werden könne. Außerdem sind Kostenschätzungen notwendig, um auf die Suche nach passenden Fördertöpfen zu gehen – diese sind wiederum nach Aussage des Bürgermeisters die Voraussetzung, um das Bad zu sanieren. Die Debatte dreht sich ein wenig im Kreis, denn Joachim Klabis wiederum sagte im Stadtrat, er möchte in der AG die Projekte sehen, bevor über die Preise diskutiert wird. Letztendlich empfahl Uwe Bock aus Kunrau seinen Stadtratskollegen, zum Familientag nach Kunrau zu kommen, „um sich vor Ort ein Bild zu machen, was der Förderverein schon alles geschaffen hat.“

Auch interessant

Kommentare